Ein Sonntag im Allgäu

So, am übernächsten Wochenende  ist es dann so weit: Für Simone steht der Marathon im Rahmen der ZTC an. Den letzten langen Vorbereitungslauf haben wir bereits am Samstag vor einer Woche hier auf der Alb absolviert. Hier verweise ich auf Simone’s Bericht, weil ich es letzte Woche mal wieder einfach nicht gebacken gekriegt hab, einen Beitrag darüber zu schreiben.

Nun war eigentlich für dieses Wochenende geplant, am Jusi noch ein paar Höhenmeter zu machen, bzw. ihn so oft wie möglich gehender Weise zu erklimmen und die Downhills zu laufen.

Während der Woche kristallisierte sich aber heraus, dass das Wochenende richtig schönes Wetter bringen würde und so schlug Simone vor, dass man dieses ja auch für einen Kurztrip ins Allgäu nutzen könnte und die passende Strecke hatte sie auch schon parat: Der Jubiläumsweg sollte es sein.

Gesagt – getan… Der Wecker klingelte am Sonntag bereits um 3:45 Uhr, denn um 5 Uhr wollten wir losfahren, damit wir um 7:15 Uhr den ersten Bus erwischen, der vom Parkplatz in Hinterstein startet.  Der Bus brachte uns dann zum Giebelhaus, wo unsere Tour begann. Sie sollte uns über das Prinz-Luitpold-Haus zur Bockkarscharte führen, dann vorbei am Schrecksee, Kugelhorn und Rauhhorn streifend zum Geißbockjoch, dann über die Willersalpe wieder hinunter zum Parkplatz in Hinterstein.

Beim Start war es noch recht frisch, aber als wir erstmal losmarschiert waren, wurde uns dann doch recht schnell warm. Beim Marschieren sollte es für die meiste Zeit auch bleiben, denn es gab nicht viele gut laufbare Abschnitte auf der Strecke. Der Jubiläumsweg ist ein hochalpiner Wanderweg, der eigentlich ab dem Prinz-Luitpold-Haus beginnt und ca. 18 km lang ist. Da man aber zum Prinz-Luitpold-Haus auch erstmal aufsteigen muss, kommen noch ein paar km dazu. Laut Wanderführer sollte das Ganze dann etwa 21 km haben, laut meiner Uhr waren es aber noch ein paar mehr. 😉

Am Anfang waren wir eigentlich auch recht flott unterwegs, hinten raus jedoch brauchten wir dann deutlich länger als erwartet. Die Strecke ist nicht einfach, nix mit fluffigen, flowigen Trails, sondern fast durchweg waren die Pfade entweder sehr schotterig/geröllig, verblockt, ausgesetzt/ausgespült oder eben sehr steil. Technisch also wirklich ziemlich anspruchsvoll, oft auch mit seilversicherten Stellen.  Dazu kam, dass wir trotz des frühen Starts die meiste Zeit eben doch bei großer Hitze unterwegs waren, da man den größten Teil der Strecke über komplett derSonne ausgesetzt war. Jede von uns hatte 2,5 l Wasser/Iso dabei und etwa einen Liter haben wir jeweils noch unterwegs an kleinen Wasserläufen in die Softflasks nachgefüllt. Trotzdem hat das nur mit knapper Not gereicht, gegen Ende der Tour mussten wir die letzten (inzwischen auch sehr warmen…) Wasserplörrenreste wirklich sehr einteilen. Puh, so durstig wie bei unserer Ankunft am Auto war ich echt schon lange nicht mehr…

So kam es, dass wir auch den Downhill, der uns über die Willersalpe zurück zum Parkplatz führte, weitgehend wandern mussten. Laufen war kaum mehr möglich, die Konzentrationsfähigkeit war einfach nicht mehr ausreichend, um locker über diese Trails hinuntertänzeln zu können. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich mit der Schuhspitze hängen geblieben bin, aber an einer Hand konnte man die Stolperer längst nicht mehr abzählen. Und ja, gepurzelt bin ich auch mal wieder, aber nur einmal ein Stückchen auf dem Po gerutscht und einmal mit links über einen Stein gestolpert, mit rechts beim Abfangversuch neben den Weg in die Flora getreten. Leider steil abfallend, daher bin ich dann auf dem linken Knie gelandet. Aber was soll’s, hätte schlimmer kommen können.

Das Ganze war also eine recht anstrengende und extrem schweißtreibende Aktion gestern, trotzdem war es ein absolut herrlicher Tag gestern und die vielen wunderbaren Ausblicke haben das alles und auch das frühe Aufstehen mal locker wieder wett gemacht. Wir hatten eine ganz phantastische Fernsicht, außerdem haben die Wiesen so üppig geblüht, dass ich mich kaum daran sattsehen konnte. Dann noch diese wunderschönen Bergseen…  einfach nur HERRLICH!!!

Und hier geht’s zu Simone’s Bericht, dort ist die Strecke noch genauer beschrieben.

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Der Schrecksee

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Vilsalpsee

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Und hier gehts zum Move:

Jubiläumsweg

 

Ein Gedanke zu “Ein Sonntag im Allgäu

  1. Pingback: Unterwegs in den Allgäuer Alpen: Jubiläumsweg | trailrennerei

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