Fuerteventura Teil 4 – Pico de la Zarza

Der Pico de la Zarza ist mit ca. 800 m ü. NN der höchste Gipfel Fuerteventuras. Und da er von unserer Unterkunft aus quasi um die Ecke liegt, war es klar, dass wir da unbedingt hoch wollten. Außerdem hat man von oben nochmal eine tolle Aussicht auf den Strand von Cofete, der uns so gut gefallen hat. 

Außer dieser Aussicht hatten wir eigentlich keine besonderen Erwartungen. Wenn man den Berg aus der Entfernung so anschaut sieht er karg und unspektakulär aus. Was sich uns dann bot, hat uns schwer begeistert und beeindruckt, das hatten wir wirklich überhaupt nicht erwartet: Die Landschaft mitsamt ihrer Pflanzenwelt  (die am Anfang der Strecke quasi überhaupt nicht vorhanden ist) 

ändert sich mit jedem Hügel, den man überquert.

Plötzlich sind die allgegenwärtigen trockenen Gestrüppe grün und haben winzige gelbe Blüten. Nach und nach gesellen sich in frischem hellgrün leuchtende Pflanzen hinzu, die an Häufigkeit und Größe zunehmen, je weiter wir kommen. Herrlich, dieser Anblick!


Dann plötzlich wieder eine völlig andere Welt… karg mit gelben Flechten überall auf den Steinen, aber auch noch mit etwas Grün. Die üppigen Pflanzen von vorher gibt es hier nicht, dafür ist wilder Tabak hier vorherrschend. 


Nach und nach verschwindet der Tabak und die vorherrschende Pflanze ist nun eher pastellgrün, je mehr wir uns dem Gipfel nähern, umso häufiger und größer die Pflanzen. Weiter oben haben diese dann sogar noch gelbe Blüten. Ja, kurz unterhalb des Gipfels kann man diese sogar ganz deutlich riechen und es sieht aus wie in einem großen Steingarten.  


Der Gipfel hat ebenfalls Charme, es gibt eine „Gipfelsäule“, weiterhin den Felsen- und Pflanzenmix und eben den wunderbaren Blick auf den Strand von Cofete. 


Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns auf den Rückweg. Der Aufstieg war weitestgehend Wanderung, zurück sind wir dann gelaufen. Simone so gut wie alles, ich immerhin das meiste. 

Damit bin ich super zufrieden, die Wade hat gehalten, das ist das Wichtigste. So werd ich jetzt erstmal weitermachen, mit einem Mix aus Laufen und zügigem Gehen. Am Ende war ich ganz schön platt heute. Na ja, klar, meine Kondition war schonmal besser, aber ich arbeite wieder dran. 😉

Fuerteventura Teil 3

Hach, heute hat’s nun doch endlich mal geklappt mit dem Morgenlauf. Erstmal nur ne halbe Stunde, meine Wade fand das anscheinend ok. Das erste Stück konnte ich mit Simone zusammen laufen und wir haben sogar den Sonnenaufgang über dem Meer gesehen. Was für ein wunderbarer Start in den Tag! 

Heute wollten wir dann mal nach Betancuria fahren. Dort gibt’s ein wenig mehr Grün und mehrere kürzere Wandermöglichkeiten. Bei der heutigen Hitze wäre Laufen eh nicht so ideal gewesen und so wollten wir es heute ganz gemütlich angehen. 

Auf dem Weg dorthin machten wir erst kurz Halt an einem sehr schönen Aussichtspunkt, von dem aus man auch nochmal die Sandwüste am Übergang zur Halbinsel Jandia sehen konnte. 

Anschließend entschieden wir uns für einen Abstecher nach Ajuy, dort gibt es einen kleinen schwarzen Strand mit mordsmäßigen Wellen. Und vor allem gibt’s dort eine Steilküste mit vielen ausgewaschenen Höhlen und vorgelagerten Felsen. Es ist ein wunderbares und sehr beeindruckendes Schauspiel, dort dem Meer dabei zuzusehen, wie es Strudel und Walzen bildet, schäumt, spritzt und tost.

Unglaublich, dass es hier solche Naturschätze zu sehen gibt, ohne dass man Parkgebühr oder Eintritt zahlen muss und ohne dass es touristisch überlaufen ist. Die meisten Touristen auf Fuerteventura scheinen sich wohl nur im Dunstkreis ihrer Hotels zwischen Pool, Hotelstrand und Speisesaal aufzuhalten… Kaum zu glauben, aber uns soll’s recht sein. 😉

Aus unserer Weiterfahrt nach Betancuria wurde dann allerdings nix. Auf dem Rückweg von der Steilküste überfiel mich schon wieder ein heftiger Migräneanfall und ich konnte mich gerade noch so zum Auto schleppen. Drin war eine Bullenhitze, ich glaube heute hatten wir 32 Grad. Fahren hätte ich nicht ausgehalten, in einem Restaurant zu sitzen war auch nicht vorstellbar. Aber ich musste unbedingt aus dem Wind. Eine Tablette hatte ich diesmal sofort genommen, trotzdem ließ die Wirkung auf sich warten. Meine arme Simone, der ich schon wieder den Tag zerschossen habe, hat sich wie immer rührend um mich gekümmert ❤ , mir zur Ruhe verholfen und mir dann sogar in einem Restaurant einen Beutel mit Eiswürfeln besorgt. Nach einer knappen Stunde war der Spuk vorbei und es gab noch ein schönes kaltes alkoholfreies Bier zur Erfrischung vor der Weiterfahrt. Nur war jetzt die Zeit schon zu knapp für Betancuria, deshalb beschlossen wir, gemütlich zurück zu fahren – mit dem ein oder anderen Fotostop – und uns dann im Hotel noch Kaffee und Kuchen zu gönnen. 

Auch auf dem Rückweg boten sich uns nochmal atemberaubende Landschaften. Was für ein Glück wir doch haben, dies alles erleben zu dürfen!

So war auch dies wieder ein wunderbarer und erlebnisreicher Tag, wenn er auch anders verlaufen ist als ursprünglich geplant. 

Fuerteventura Teil 2

Ja doch, ich berichte noch ein wenig. Wie heißt es so schön? „Wenn man was erlebt, dann kann man was erzählen.“… oder so ähnlich. 😉

Um es gleich mal vorwegzunehmen: Nein, gestern früh war ich dann doch nicht laufen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich als Dreingabe zu den ganzen Befindlichkeiten der letzten Zeit seit gut 2 Wochen auch noch mehr oder weniger regelmäßig von Migräneattacken der ganz fiesen Art heimgesucht werde? Na ja, jedenfalls wurde ich gestern früh um halb sechs von so einem Oschi geweckt und trotz umgehender Tabletteneinnahme und dekorativer Platzierung eines eisgekühlten Coolpacks an strategisch günstiger Stelle war es dann schon zu spät für einen Morgenlauf, als es mir endlich wieder gut ging. 

Nach dem wie immer köstlichen Frühstück sind wir dann dafür zu einer herrlichen Wanderung gestartet, die dem 3-Küsten-Rundweg ganz am unteren Ende der Halbinsel Jandia folgte mit einem kleinen Abstecher nach Los Salvajes. Da wir eh die Trinkrucksäcke mitnehmen mussten um ausreichend Wasser dabei zu haben, konnten wir es uns dann natürlich doch nicht verkneifen, das ein oder andere Stück zu laufen. Diese Landschaft… so unbeschreiblich schön, da kann man einfach nicht anders! Meine Wade hat’s ausgehalten und es hat soooo gut getan. 

Bis mich dann etwa auf halber Strecke innerhalb weniger Minuten wieder ein Migräneanfall mit aller Macht total lahmlegte. Ich konnte nur noch dullig vor mich hin stolpern und hab vom Rest der Strecke leider nicht mehr allzuviel mitbekommen. Eine Tablette hatte ich zwar dabei, aber zum einen hatte ich Zweifel ob sie überhaupt wirken würde, da die Schmerzen bereits so heftig waren. Zum anderen hatte ich ja in der Früh bereits eine genommen und wusste nicht, was der weitere Tag noch bringen würde. Außerdem hab ich langsam Sorge, dass mein Vorrat nicht reichen könnte, bis wir wieder zu Hause sind. Na ja, und weil stehen bleiben in der prallen Sonne bei gut 30 Grad ohne jeglichen Schatten auch gar nicht vorstellbar gewesen wäre, kam also nur langsam weitergehen in Frage. Ich schätze mal, ich muss ziemliche Ähnlichkeit mit einem Zombie gehabt haben.

Aber siehe da, kurz vor Ankunft am Start- und Zielort waren die Schmerzen fast verschwunden, so dass wir noch kurz einkehren und uns eine kalte Limo und ein Käffchen gönnen konnten. 

Danach ging’s mir sogar wieder so gut, dass wir noch zum Strand von Cofete  gefahren sind zu einem langen und wunderschönen Spaziergang. Dieser Strand ist etwas ganz Besonderes, einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. Für mich bricht er sämtliche Superlative. Ewig lang, sehr sehr breit, große brechende Wellen, fast menschenleer. Von Bergen begtenzt und mit Blick auf eine Sandwüste! Keinerlei Hotels, Restaurants oder sonstiges touristisches Gedöns. Einfach perfekt und traumschön. 

Am späten Nachmittag ging’s dann über abenteuerliche, unbefestigte kurvige Sträßchen wieder zurück zum Hotel, wo wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen eingetroffen sind. 

Kurze Auszeit auf Fuerteventura 

Ja, eine Woche Fuerteventura haben wir uns gegönnt, bzw. wir haben gerade erst damit angefangen. 

Weil ich zum April den Job wechsle, hatte ich noch ein paar Tage Resturlaub. Und da wir noch gar nicht wissen, wann ich dann in diesem Jahr wieder Urlaub nehmen kann und ob das dann auch mit Simone’s Urlaubsmöglichkeiten zusammen passt, dachten wir, besser sind Nägel mit Köpfen und ein bisschen Sonne schadet schließlich nicht nach der gefühlt ewigen Kälte des vergangenen Winters. 

Zeit für einen kleinen Beitrag ist es allemal. Bisher ist dieses Jahr für mich ziemlich bescheiden gelaufen, um es mal freundlich auszudrücken. Deshalb gab’s auch nichts Erwähnenswertes, das dazu getaugt hätte, hier verewigt zu werden. 

Die Wade macht mir seit Wochen Probleme, so dass an Laufen nicht wirklich zu denken war, die wenigen zaghaften Versuche sind eher ernüchternd verlaufen. Zusätzlich hatte ich mich dann noch mit einer Erkältung und 2 kurz aufeinander folgenden Harnwegsinfekten rumzuschlagen und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, kam noch ein sehr trauriges familiäres Ereignis hinzu, das mir alle noch verblieben Reste von Energie raubte. 

Kurzum es ist höchste Zeit, mir hier mal ein wenig frischen Wind zur Aufmunterung um die Nase und die Ohren wehen zu lassen. 

Mit unserem Hotel haben wir’s spitzenmäßig erwischt. Eigentlich sind wir ja nicht so die typischen Psuschalurlauber, aber diesmal haben wir uns wegen der bequemen Buchung und des günstigen Preises sogar mal für das AI-Gesamtpaket entschieden. Wir dachten uns, wir müssen ja nicht immer im Hotel essen wenn wir nicht wollen. Aber was soll ich sagen… wir wollen!!! Das Buffet ist so mega hier… lecker, abwechslungsreich, alles ganz frisch zubereitet und man kann durchaus auf Wunsch auch leicht und gesund essen. Es gibt viel Gemüse, frisches Obst, Fisch, alles was das Herz begehrt. Auch mit unserem Zimmer haben wir’s super erwischt. Wir haben ein Upgrade bekommen und residieren hier jetzt in einer Suite, die fast so groß ist, wie unsere Wohnung daheim und sogar noch 2 Balkons hat! Eigentlich braucht man diesen ganzen Luxus zwar nicht wirklich, aber es tut schon auch mal gut. 

Heute haben wir dann erstmal eine Ortsbegehung gemacht. Eigentlich sollte es ein Strandspaziergang werden, aber natürlich konnten wir es auch nicht lassen wenigstens ein paar Höhenmeter mit einzubauen, allein schon der besseren Aussicht wegen. Unglaublich, diese Berge hier sind echt faszinierend. Sehr karg natürlich, die Vegetation ist hier schon recht übersichtlich, aber trotzdem waren wir gleich begeistert von den Farben und davon, dass es hinter jeder Ecke wieder anders aussieht. Der Wechsel zwischen hellem, oft intetessant ausgewaschenem Sandstein und dunklem Lavagestein, oft auch mit rötlichen bis lila Schattierungen oder ein Gemisch aus allem… das hat uns heute schon ziemlich gut gefallen.

Und ja, auch meine Wade hat heute brav mitgemacht. Wandern geht also immerhin. Morgen früh werd ich dann mal ein ganz vorsichtiges kleines Läufchen wagen. 

Achso, wir befinden uns hier übrigens am unteren „Zipfel“, dem Surferparadies von Fuerteventura, in der Nähe von Morro Jable.

Ob ich die nächsten Tage noch weiter von hier berichte oder ob ich einfach mal noch ein paar Bildchen einstelle, weiß ich noch nicht, schließlich hab ich ja Urlaub und geh das alles ganz gechillt an.

Hier sind auf jeden Fall schon mal ein paar der heutigen Fotos: