Lieblings-Nudelsalat

Sooooo, weil wir dieser Tage mal wieder eine große Schüssel unseres liebsten Nudelsalats quasi in nullkommanix fast komplett verdrückt haben, wird’s höchste Zeit, das Rezept hier auch mal einzustellen.

Es handelt sich hier mal um einen italienischen Nudelsalat, der daher völlig ohne Majo auskommt.

Benötigt werden für 4 Portionen:

  • 250 g   Nudeln (ich nehm meistens Farfalle)
  • 2 P.        Mozzarella
  • 1 P.        Rucola
  • 150 g   Parmaschinken
  • 50 g      Pinienkerne
  • 100 g    getrocknete Tomaten
  • 1              Knoblauchzehe
  • 6-8 EL  Olivenöl
  • 3 EL       Balsamico
  • 1 TL       Pesto (nach Belieben)
  • 1TL        Senf
  • 1 TL       Honig
  •                  Salz und Pfeffer
  •  100 g   frisch gehobelter Parmesan (ich mach das mit dem Sparschäler)

Und so wird’s gemacht:

Nudeln nach Packungsanweisung bissfest kochen, dann abgießen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten, Rucola verlesen und waschen, große Blätter etwas zerkleinern. Mozzarella würfeln, Parmaschinken und getrocknete Tomaten in schmale Streifen schneiden.

Alles mit den abgekühlten Nudeln vermischen.

Knoblauch sehr fein würfeln, mit Öl, Balsamico, Pesto, Senf, Honig, Salz und Pfeffer gut verrühren und mit dem Salat vermischen.

Den gehobelten Parmesan vorsichtig unterheben und  schmecken lassen!

 

 

Über sieben Brücken musst du gehn…

Ja… über sieben Brücken… das ist im Moment gerade sinnbildlich für mich!

Heute ist ein Tag an dem ich mich einfach nur freue, wirklich wahnsinnig freue!

Happiness!!!  Damit  bin ich heute früh schon aufgewacht und ihren Anfang nahm die Freude gestern.

Fast gleichzeitig habe ich gestern nachmittag gleich 2 Neuigkeiten erfahren, die mein Herz hüpfen lassen:

Nr. 1: Das Steinachbrückle ist seit gestern wieder offen! Zumindest vorübergehend in Form einer provisorischen Holz-Fußgängerbrücke!

Nr. 2: Ich hab die Zusage für den Job bekommen, den ich mir so sehr gewünscht hatte und kann gleich nächste Woche anfangen! Jippiiiiiie!!!!

Heute ist ein guter, ein wirklich sehr guter Tag! In der Nacht hatte es endlich endlich geregnet und dadurch ein wenig abgekühlt. Bis vorhin war es auch noch bewölkt und deshalb war ich seit über einer Woche zum ersten Mal eine kleine Runde laufen. Nach unserem Kurzurlaub in der vorletzten Woche (darüber hab ich noch gar nichts berichtet. Mir hat einfach der Elan dazu gefehlt, aber gerade denke ich, ich werde später wenigstens noch ein paar Bildchen davon einstellen) haben meine Beine zum einen ein wenig Ruhe benötigt, denn die schiere Menge der Bewegung – sei es nun laufend oder wandernd- waren sie einfach nicht mehr gewöhnt. Außerdem machte mir die dicke Luft und die Hitze zu schaffen wegen meiner Lungenobstruktion, die sich dann besonders bemerkbar macht, deshalb war Laufen in den letzten Tagen gestrichen.

Und wie ich dann heute so unterwegs war – das Laufen ging übrigens richtig gut, wenn es auch nur kurz war – ist mir aufgefallen, wie gut das doch alles wieder zusammenpasst!

Die Brücke und der Job!

„Der da oben“  (oder das Schicksal – egal, an irgendwas glaubt doch fast jeder…) meint es gut mit mir! Er wollte es mir halt nicht zu einfach machen, mich ein wenig aus der Komfortzone holen und aus der Reserve locken. Ich sollte ein Ziel anstreben, auch wenn es kleine Wagnisse und überschaubare Risiken einzugehen und Durststrecken zu überstehen galt. Aber ich dachte mir schon, dass das sicherlich alles irgendeinen Sinn hat, der sich mir noch erschließen wird.

Und siehe da, jetzt kann ich in dem Umfeld arbeiten, das ich mir seit meinem Umzug gewünscht hatte. Die Zwischenstationen mussten sein, um dahin zu kommen. Nein, es ist kein Karrierejob natürlich. Dafür bin ich nicht gemacht und das wäre auch ganz und gar nicht mein Ding. Nein, ich will einfach meine Arbeit machen mit netten Kollegen und in einer Umgebung, wo man als Mitarbeiter Wertschätzung erfährt, auch wenn man nur ein kleines Lichtle ist. Einfach gern zur Arbeit gehen können. Mit angenehmen und für mich passenden Arbeitszeiten. Dafür musste ich eben um 2 Ecken gehen… um genau dann zu suchen, als „meine“ Stelle ausgeschrieben wurde… und um gelernt zu haben, dass es Wichtigeres gibt, als den Job direkt um die Ecke zu haben.

Und die Brücke? Seit das Steinachbrückle restauriert wird (das zieht sich wohl auch noch eine Weile hin) mussten wir bis gestern auch immer um 2 Ecken laufen (nicht sehr weit, aber eben auch nicht schön – an der Straße lang – und daher nicht so angenehm) um auf unsere Standard-Laufstrecke am Neckar zu gelangen.

Und jetzt? Der Job ist da und die Brücke ist da! Hallllooooooooo? Also wenn das mal kein Zeichen ist, oder?

Das Behelfs-Brückle hat sogar einen Teppichbelag. Der ist zwar schwarz-grau, aber für mich hat es sich heute angefühlt, wie wenn er rot wäre. Ja, heute hat es sich für mich angefühlt, wie wenn ich über einen roten Teppich schweben würde.

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Das Grinsen ist zurück

Endlich… nach vielen Wochen, in denen ich mich wie in einer Wolke von Antibiotika, Trauer, Sorge und Schmerzen gefangen gefühlt hatte, geht es jetzt wieder aufwärts.

Seit Ende Januar konnte ich so gut wie gar nicht mehr laufen, es gab nur ein paar sehr vereinzelte und nicht sonderlich erfolgreiche Versuche.

Heute nun endlich, nachdem ich auch den ersten Tag an meiner neuen Arbeitsstelle absolviert hatte, konnte ich endlich wieder mit Freude und ohne Schmerzen eine kleine Runde unterwegs sein. Ich hab das Gefühl wieder ganz von vorne anfangen zu müssen… klein, klein. Eine knappe Dreiviertelstunde flach, meist auf Schotterwegen. Na ja, mein Durchschnittspuls lässt noch ein wenig zu wünschen übrig, aber das wird schon wieder werden, nach und nach. Ich werd es sachte angehen lassen, damit sich nicht gleich wieder die Wade meldet und sich mein Laufapparat wieder langsam eingewöhnen kann. Ohne Druck, wir werden sehen, wie weit ich in diesem Jahr komme. Das einzig Wichtige ist mir, dass ich wieder mit diesem breiten Grinsen im Gesicht vom Laufen zurück komme.

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Fuerteventura Teil 4 – Pico de la Zarza

Der Pico de la Zarza ist mit ca. 800 m ü. NN der höchste Gipfel Fuerteventuras. Und da er von unserer Unterkunft aus quasi um die Ecke liegt, war es klar, dass wir da unbedingt hoch wollten. Außerdem hat man von oben nochmal eine tolle Aussicht auf den Strand von Cofete, der uns so gut gefallen hat. 

Außer dieser Aussicht hatten wir eigentlich keine besonderen Erwartungen. Wenn man den Berg aus der Entfernung so anschaut sieht er karg und unspektakulär aus. Was sich uns dann bot, hat uns schwer begeistert und beeindruckt, das hatten wir wirklich überhaupt nicht erwartet: Die Landschaft mitsamt ihrer Pflanzenwelt  (die am Anfang der Strecke quasi überhaupt nicht vorhanden ist) 

ändert sich mit jedem Hügel, den man überquert.

Plötzlich sind die allgegenwärtigen trockenen Gestrüppe grün und haben winzige gelbe Blüten. Nach und nach gesellen sich in frischem hellgrün leuchtende Pflanzen hinzu, die an Häufigkeit und Größe zunehmen, je weiter wir kommen. Herrlich, dieser Anblick!


Dann plötzlich wieder eine völlig andere Welt… karg mit gelben Flechten überall auf den Steinen, aber auch noch mit etwas Grün. Die üppigen Pflanzen von vorher gibt es hier nicht, dafür ist wilder Tabak hier vorherrschend. 


Nach und nach verschwindet der Tabak und die vorherrschende Pflanze ist nun eher pastellgrün, je mehr wir uns dem Gipfel nähern, umso häufiger und größer die Pflanzen. Weiter oben haben diese dann sogar noch gelbe Blüten. Ja, kurz unterhalb des Gipfels kann man diese sogar ganz deutlich riechen und es sieht aus wie in einem großen Steingarten.  


Der Gipfel hat ebenfalls Charme, es gibt eine „Gipfelsäule“, weiterhin den Felsen- und Pflanzenmix und eben den wunderbaren Blick auf den Strand von Cofete. 


Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns auf den Rückweg. Der Aufstieg war weitestgehend Wanderung, zurück sind wir dann gelaufen. Simone so gut wie alles, ich immerhin das meiste. 

Damit bin ich super zufrieden, die Wade hat gehalten, das ist das Wichtigste. So werd ich jetzt erstmal weitermachen, mit einem Mix aus Laufen und zügigem Gehen. Am Ende war ich ganz schön platt heute. Na ja, klar, meine Kondition war schonmal besser, aber ich arbeite wieder dran. 😉

Hach, heute hat’s nun doch endlich mal geklappt mit dem Morgenlauf. Erstmal nur ne halbe Stunde, meine Wade fand das anscheinend ok. Das erste Stück konnte ich mit Simone zusammen laufen und wir haben sogar den Sonnenaufgang über dem Meer gesehen. Was für ein wunderbarer Start in den Tag! 

Heute wollten wir dann mal nach Betancuria fahren. Dort gibt’s ein wenig mehr Grün und mehrere kürzere Wandermöglichkeiten. Bei der heutigen Hitze wäre Laufen eh nicht so ideal gewesen und so wollten wir es heute ganz gemütlich angehen. 

Auf dem Weg dorthin machten wir erst kurz Halt an einem sehr schönen Aussichtspunkt, von dem aus man auch nochmal die Sandwüste am Übergang zur Halbinsel Jandia sehen konnte. 

Anschließend entschieden wir uns für einen Abstecher nach Ajuy, dort gibt es einen kleinen schwarzen Strand mit mordsmäßigen Wellen. Und vor allem gibt’s dort eine Steilküste mit vielen ausgewaschenen Höhlen und vorgelagerten Felsen. Es ist ein wunderbares und sehr beeindruckendes Schauspiel, dort dem Meer dabei zuzusehen, wie es Strudel und Walzen bildet, schäumt, spritzt und tost.

Unglaublich, dass es hier solche Naturschätze zu sehen gibt, ohne dass man Parkgebühr oder Eintritt zahlen muss und ohne dass es touristisch überlaufen ist. Die meisten Touristen auf Fuerteventura scheinen sich wohl nur im Dunstkreis ihrer Hotels zwischen Pool, Hotelstrand und Speisesaal aufzuhalten… Kaum zu glauben, aber uns soll’s recht sein. 😉

Aus unserer Weiterfahrt nach Betancuria wurde dann allerdings nix. Auf dem Rückweg von der Steilküste überfiel mich schon wieder ein heftiger Migräneanfall und ich konnte mich gerade noch so zum Auto schleppen. Drin war eine Bullenhitze, ich glaube heute hatten wir 32 Grad. Fahren hätte ich nicht ausgehalten, in einem Restaurant zu sitzen war auch nicht vorstellbar. Aber ich musste unbedingt aus dem Wind. Eine Tablette hatte ich diesmal sofort genommen, trotzdem ließ die Wirkung auf sich warten. Meine arme Simone, der ich schon wieder den Tag zerschossen habe, hat sich wie immer rührend um mich gekümmert ❤ , mir zur Ruhe verholfen und mir dann sogar in einem Restaurant einen Beutel mit Eiswürfeln besorgt. Nach einer knappen Stunde war der Spuk vorbei und es gab noch ein schönes kaltes alkoholfreies Bier zur Erfrischung vor der Weiterfahrt. Nur war jetzt die Zeit schon zu knapp für Betancuria, deshalb beschlossen wir, gemütlich zurück zu fahren – mit dem ein oder anderen Fotostop – und uns dann im Hotel noch Kaffee und Kuchen zu gönnen. 

Auch auf dem Rückweg boten sich uns nochmal atemberaubende Landschaften. Was für ein Glück wir doch haben, dies alles erleben zu dürfen!

So war auch dies wieder ein wunderbarer und erlebnisreicher Tag, wenn er auch anders verlaufen ist als ursprünglich geplant. 

Fuerteventura Teil 3

Fuerteventura Teil 2

Ja doch, ich berichte noch ein wenig. Wie heißt es so schön? „Wenn man was erlebt, dann kann man was erzählen.“… oder so ähnlich. 😉

Um es gleich mal vorwegzunehmen: Nein, gestern früh war ich dann doch nicht laufen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich als Dreingabe zu den ganzen Befindlichkeiten der letzten Zeit seit gut 2 Wochen auch noch mehr oder weniger regelmäßig von Migräneattacken der ganz fiesen Art heimgesucht werde? Na ja, jedenfalls wurde ich gestern früh um halb sechs von so einem Oschi geweckt und trotz umgehender Tabletteneinnahme und dekorativer Platzierung eines eisgekühlten Coolpacks an strategisch günstiger Stelle war es dann schon zu spät für einen Morgenlauf, als es mir endlich wieder gut ging. 

Nach dem wie immer köstlichen Frühstück sind wir dann dafür zu einer herrlichen Wanderung gestartet, die dem 3-Küsten-Rundweg ganz am unteren Ende der Halbinsel Jandia folgte mit einem kleinen Abstecher nach Los Salvajes. Da wir eh die Trinkrucksäcke mitnehmen mussten um ausreichend Wasser dabei zu haben, konnten wir es uns dann natürlich doch nicht verkneifen, das ein oder andere Stück zu laufen. Diese Landschaft… so unbeschreiblich schön, da kann man einfach nicht anders! Meine Wade hat’s ausgehalten und es hat soooo gut getan. 

Bis mich dann etwa auf halber Strecke innerhalb weniger Minuten wieder ein Migräneanfall mit aller Macht total lahmlegte. Ich konnte nur noch dullig vor mich hin stolpern und hab vom Rest der Strecke leider nicht mehr allzuviel mitbekommen. Eine Tablette hatte ich zwar dabei, aber zum einen hatte ich Zweifel ob sie überhaupt wirken würde, da die Schmerzen bereits so heftig waren. Zum anderen hatte ich ja in der Früh bereits eine genommen und wusste nicht, was der weitere Tag noch bringen würde. Außerdem hab ich langsam Sorge, dass mein Vorrat nicht reichen könnte, bis wir wieder zu Hause sind. Na ja, und weil stehen bleiben in der prallen Sonne bei gut 30 Grad ohne jeglichen Schatten auch gar nicht vorstellbar gewesen wäre, kam also nur langsam weitergehen in Frage. Ich schätze mal, ich muss ziemliche Ähnlichkeit mit einem Zombie gehabt haben.

Aber siehe da, kurz vor Ankunft am Start- und Zielort waren die Schmerzen fast verschwunden, so dass wir noch kurz einkehren und uns eine kalte Limo und ein Käffchen gönnen konnten. 

Danach ging’s mir sogar wieder so gut, dass wir noch zum Strand von Cofete  gefahren sind zu einem langen und wunderschönen Spaziergang. Dieser Strand ist etwas ganz Besonderes, einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. Für mich bricht er sämtliche Superlative. Ewig lang, sehr sehr breit, große brechende Wellen, fast menschenleer. Von Bergen begtenzt und mit Blick auf eine Sandwüste! Keinerlei Hotels, Restaurants oder sonstiges touristisches Gedöns. Einfach perfekt und traumschön. 

Am späten Nachmittag ging’s dann über abenteuerliche, unbefestigte kurvige Sträßchen wieder zurück zum Hotel, wo wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen eingetroffen sind. 

Kurze Auszeit auf Fuerteventura 

Ja, eine Woche Fuerteventura haben wir uns gegönnt, bzw. wir haben gerade erst damit angefangen. 

Weil ich zum April den Job wechsle, hatte ich noch ein paar Tage Resturlaub. Und da wir noch gar nicht wissen, wann ich dann in diesem Jahr wieder Urlaub nehmen kann und ob das dann auch mit Simone’s Urlaubsmöglichkeiten zusammen passt, dachten wir, besser sind Nägel mit Köpfen und ein bisschen Sonne schadet schließlich nicht nach der gefühlt ewigen Kälte des vergangenen Winters. 

Zeit für einen kleinen Beitrag ist es allemal. Bisher ist dieses Jahr für mich ziemlich bescheiden gelaufen, um es mal freundlich auszudrücken. Deshalb gab’s auch nichts Erwähnenswertes, das dazu getaugt hätte, hier verewigt zu werden. 

Die Wade macht mir seit Wochen Probleme, so dass an Laufen nicht wirklich zu denken war, die wenigen zaghaften Versuche sind eher ernüchternd verlaufen. Zusätzlich hatte ich mich dann noch mit einer Erkältung und 2 kurz aufeinander folgenden Harnwegsinfekten rumzuschlagen und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, kam noch ein sehr trauriges familiäres Ereignis hinzu, das mir alle noch verblieben Reste von Energie raubte. 

Kurzum es ist höchste Zeit, mir hier mal ein wenig frischen Wind zur Aufmunterung um die Nase und die Ohren wehen zu lassen. 

Mit unserem Hotel haben wir’s spitzenmäßig erwischt. Eigentlich sind wir ja nicht so die typischen Psuschalurlauber, aber diesmal haben wir uns wegen der bequemen Buchung und des günstigen Preises sogar mal für das AI-Gesamtpaket entschieden. Wir dachten uns, wir müssen ja nicht immer im Hotel essen wenn wir nicht wollen. Aber was soll ich sagen… wir wollen!!! Das Buffet ist so mega hier… lecker, abwechslungsreich, alles ganz frisch zubereitet und man kann durchaus auf Wunsch auch leicht und gesund essen. Es gibt viel Gemüse, frisches Obst, Fisch, alles was das Herz begehrt. Auch mit unserem Zimmer haben wir’s super erwischt. Wir haben ein Upgrade bekommen und residieren hier jetzt in einer Suite, die fast so groß ist, wie unsere Wohnung daheim und sogar noch 2 Balkons hat! Eigentlich braucht man diesen ganzen Luxus zwar nicht wirklich, aber es tut schon auch mal gut. 

Heute haben wir dann erstmal eine Ortsbegehung gemacht. Eigentlich sollte es ein Strandspaziergang werden, aber natürlich konnten wir es auch nicht lassen wenigstens ein paar Höhenmeter mit einzubauen, allein schon der besseren Aussicht wegen. Unglaublich, diese Berge hier sind echt faszinierend. Sehr karg natürlich, die Vegetation ist hier schon recht übersichtlich, aber trotzdem waren wir gleich begeistert von den Farben und davon, dass es hinter jeder Ecke wieder anders aussieht. Der Wechsel zwischen hellem, oft intetessant ausgewaschenem Sandstein und dunklem Lavagestein, oft auch mit rötlichen bis lila Schattierungen oder ein Gemisch aus allem… das hat uns heute schon ziemlich gut gefallen.

Und ja, auch meine Wade hat heute brav mitgemacht. Wandern geht also immerhin. Morgen früh werd ich dann mal ein ganz vorsichtiges kleines Läufchen wagen. 

Achso, wir befinden uns hier übrigens am unteren „Zipfel“, dem Surferparadies von Fuerteventura, in der Nähe von Morro Jable.

Ob ich die nächsten Tage noch weiter von hier berichte oder ob ich einfach mal noch ein paar Bildchen einstelle, weiß ich noch nicht, schließlich hab ich ja Urlaub und geh das alles ganz gechillt an.

Hier sind auf jeden Fall schon mal ein paar der heutigen Fotos:

Nürtingen ist bunt – und wir sowieso!

Dieses Wochenende findet der Parteitag der AfD in Nürtingen statt. Leider können wir an den Aktionen unserer Stadt und deren Bürgern gegen Diskriminierung, Angst und Ausgrenzung nicht persönlich teilnehmen. Es ist uns aber eine Herzensangelegenheit, gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu setzen. Daher nutzen wir nun hier unser Sprachrohr um unsere Solidarität zu dieser Aktion zum Ausdruck zu bringen, welche für Weltoffenheit, Zufriedenheit, Freude, Gemeinschaft und Nächstenliebe steht.

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Wir sind bunt!

Kein Jahresrückblick

Echt, wer soll denn diese ganzen Jahresrückblicke alle lesen???

Ne, einen Jahresrückblick mag ich nicht schreiben. Zum einen gäbe es da nicht so wahnsinnig viel Spannendes worauf man zurückblicken könnte und außerdem ist das doch eh alles bereits jetzt wieder ein alter Hut.

Nach vorne ist mein Blick gerichtet, ins neue Jahr, die einzige Blickrichtung die mir sinnvoll erscheint.

So berichte ich heute nur kurz über meinen „Jahresabschlusslauf“. Auch dieser war keinesfalls irgendwie spektakulär. Es war ein sehr ruhiger, ganz gemütlicher Lauf auf der Trimmpfadrunde, meiner derzeitigen Lieblingslaufstrecke. Auch letztes Wochenende führte mich mein langer Lauf hier entlang, aber da hatte es mir an Zeit und Lust gefehlt darüber zu berichten.

Heute hab ich noch eine für mich neue Schlaufe in die Strecke integriert, von der Simone mir schon berichtet hatte. Dadurch war heute also auch noch was Spannendes für mich dabei. Außerdem hatte ich ja heute soooo tolles Wetter! Ja, diese Temperaturen wie wir sie derzeit haben, so zwischen +5 und -5 Grad, sind für mich optimal zum Laufen, dazu gab es viel Sonne, blauen Himmel und glitzernden Raureif. Überhaupt, dieser Winter bisher… Ich habe noch keine einzige Schneeflocke gesehen. Und ich muss sagen, das darf von mir aus gerne so bleiben, ich brauch den Schnee nicht. Das ein oder andere Flöckchen zu Weihnachten wäre ganz nett und stimmungsvoll gewesen, aber jetzt brauch ich das nu wirklich nicht mehr. Wunderbarstens heute also.

Ja, irgendwie hab ich daran momentan großen Gefallen gefunden, einfach nur sehr langsam mit meiner ebenfalls langsamen Musik im Ohr vor mich hin zu traben. Mehr brauch ich grad nicht, das tut mir gut, die 20 km Runde hat knapp 300 Höhenmeter, ist also nur ein bisschen profiliert und hat von allem was dabei: Schotter-, Wald- und Wiesenwege, Trails und ein bisschen Asphalt, aber das hält sich in Grenzen. Am Anfang geht es immer am Neckar entlang, dann hinauf auf die Höhe, von wo aus man eine wunderschöne Sicht auf die Alb hat und einfach die Weite genießen kann.

Ich mag es, wenn ich mir Zeit lassen kann, manchmal ist es fast wie eine Art Meditation, ich bin irgendwie ganz tief in mir versunken, den Weg scheine ich wie im Schlaf zu finden und plötzlich denke ich erstaunt: „Ach, hier bin ich schon…?!“

Und manchmal hab ich sehr viel Aufmerksamkeit übrig für die kleinen Dinge, die es auf meinem Weg zu sehen gibt, die am einen Tag völlig unspektakulär sind, an einem anderen Tag bei anderem Wetter und anderem Licht plötzlich mein Auge und meine Seele erfreuen.

Heute war so ein Tag, der von allem was hatte. Heute hab ich mir doch immer wieder erlaubt kurz stehen zu bleiben und ein paar Fotos zu machen, auch wenn ich mir ja eigentlich gerade das Durchlaufen anerziehen möchte. Aber es war einfach so schön heute, da konnte ich nicht anders.

Das erste erwähnenswerte Motiv ist allerdings nur in meinem Kopf abgespeichert, da konnte ich kein Foto machen. Es war eine Dame auf der Wiese neben dem Fußweg am Neckar, die eine Art… na ja, ich nenne es jetzt mal Schwertmeditation gemacht hat. Keine Ahnung, wie sowas heißt. Ganz langsame, fließende Bewegungen gingen ineinander über, dabei hatte sie ein großes Holzschwert, mal in der Hand gehalten, mal auf den Armen balanciert. Schon das Zusehen hatte etwas sehr Beruhigendes. Das hat mich beeindruckt und ich hätte es gerne im Bild festgehalten, aber ohne zu fragen tu ich das nicht und stören konnte und wollte ich die Dame ja nun auch nicht. Aber auf jeden Fall fand ich das sehr interessant, schon allein weil ich es unglaublich mutig finde, wenn sich jemand einfach mal eben auf die Wiese stellt und sowas macht. Würd ich mich ja nie trauen, mir ist es ja meistens schon unangenehm, wenn mich jemand beim Laufen sieht.

Gut, Entspannungsübungen sind bei mir meistens auch nicht so unbedingt notwendig. Ein klein wenig (viel zu selten und auch sehr unregelmäßig) versuche ich mich gerade am Yoga, recht dilettantisch bisher natürlich noch, aber das tu ich mehr zur Verbesserung meiner allgemeinen Dehnbarkeit (da hab ich leider sehr große Defizite) denn zur Entspannung.

Im Allgemeinen bin ich ja ausgesprochen ausgeglichen und ruhig und habe daher auch nie das Gefühl mich mal auspowern zu müssen oder sowas in der Richtung, deshalb taugt mir auch dieses ruhige gemütliche unangestrengte Laufen unglaublich gut. Ich mag es, wenn ich dann nach Hause komme und nicht das Gefühl habe, total k.o. zu sein. Eher ist es so, dass ich vom Gefühl her noch locker eine Weile weiterlaufen könnte. So werde ich das auch im neuen Jahr jetzt erstmal weitermachen und zum Frühjahr hin kann ich es ja nach Lust und Laune weiter ausbauen. Wettkämpfe stehen ja keine an und sind auch nicht geplant. Sollte sich doch spontan eine Teilnahme irgendwo ergeben, dann aber nur angepasst an meinen Fitnesszustand, so dass das ohne gesondertes Training problemlos machbar ist. Dieser Plan fühlt sich für mich gut an, so kann ich immer genau so lang oder kurz, schnell oder langsam laufen, wie ich gerade Lust habe und wenn sich die Lust mal gar nicht einstellen will, kann ich auch durchaus  ohne schlechtes Gewissen faulenzen, das ist eben auch manchmal nötig.

Einziger Wermutstropfen heute bei einem Lauf, von dem ich ansonsten wirklich jede Minute in vollen Zügen genossen habe war, dass ich eine Zeitlang eine Aura hatte. Für diejenigen, die das Glück haben sowas nicht zu kennen: Das ist eine Art Sehstörung (bei mir sieht es aus wie Halbkreise aus durchsichtigen Kristallen, die einfach irgendwo dann mitten in meinem Gesichtsfeld des linken Auges sind), die Teil einer Migräne ist. Tritt aber zeitlich unabhängig von den Kopfschmerzen auf. Zum Glück, denn beim Laufen brauch ich das nun wirklich nicht. Leider ist das aber ein Zeichen, dass ich mich darauf einstellen muss, dass mich auch diese fürchterlichen Kopfschmerzen mit allem drum und dran wohl in nächster Zeit wieder heimsuchen werden. Seit über 3 Jahren war ich jetzt davon verschont, aber so ist das bei mir halt, eine Weile ist Ruhe und dann macht mir das wieder einige Wochen lang Ärger…

Na ja, bis jetzt ist der Kopf nur ein wenig „dullig“, davon werden wir uns jetzt nicht Silvester vermiesen lassen.

Jetzt füge ich noch meine schönsten Fotos von heute an und wünsche Euch allen ein gutes, gesundes, erfolgreiches neues Jahr, das viele tolle und erfreuliche Momente bereithalten soll!

 

 

Kochschulbrötle nach Oma’s Rezept

Weit bin ich mit meinem Vorhaben, meine wichtigsten Plätzchenrezepte hier einzustellen ja nicht gerade gekommen, die Zeit rennt einfach zu schnell dahin.

Kurz vor knapp möchte ich aber nun wenigstens noch schnell unser Familen-Traditionsrezept hier verewigen.

Dieses Rezept stammt aus dem Kochunterricht während der Schulzeit meiner Oma – zumindest soweit ich weiß… fragen kann ich sie nicht mehr.

Aber seit ich denken kann, gibt es diese Plätzchen jedes Jahr in der Weihnachtszeit und auch ich selbst habe diese Tradition gerne übernommen, denn diese sind meine absoluten Lieblinge. Simone mag sie auch sehr gerne und sogar ihre Mutti hat das Rezept schon nachgebacken. Optisch sind sie nicht wirklich der Brüller, sie sehen eher etwas grobschlächtig aus, aber sie sind so wunderbar nussig und mürbe, ich liebe diese Dinger einfach!

Das Rezept ergibt ca. 50-60 Plätzchen, ich backe immer die doppelte Menge.

Der Teig ist super easy, die Zutatenliste mehr als überschaubar:

  • 200 g Butter (weich)
  • 200 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 200 g gemahlene Haselnüsse

Zur Dekoration:

  • 1 Eigelb
  • etwas Milch oder Dosenmilch
  • Rest gemahlene Nüsse oder geraspelte Schokolade

Aus den 4 Teig-Zutaten mit dem Rührgerät (Knethaken) einen Mürbteig kneten. Diesen ca. 1/2 Stunde bis Stunde kalt stellen.

In der Zwischenzeit Eigelb mit Milch verquirlen.

Auf bemehlter Arbeitsfläche mit ebenfalls etwas bemehltem Wellholz den Teig ca. 1/2 cm dick auswellen (der Teig bricht an den Rändern gerne, das ist quasi unvermeidlich weil er halt etwas grob in der Konsistenz ist. Ich drücke ihn einfach mit den Händen wieder etwas zusammen).

Dann Plätzchen ausstechen, bei uns sind sie traditionell rund mit gebogtem Rand. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit der Eiermilch dünn bestreichen und in der Mitte mit einer Prise der gemahlenen Nüsse oder mit Schokoraspeln bestreuen.

Gebacken werden die Kochschulbrötle bei ca. 170°C  10-15 Minuten, man muss ein wenig probieren, jeder Backofen ist ja anders und auch die Vorlieben ob die Plätzchen heller oder dunkler sein sollen unterscheiden sich. Mein Papa mag sie zum Beispiel gerne hell, ich persönlich finde sie aber viiieeel leckerer wenn sie etwas dunkler sind.