Aus der Versenkung…

Na ja, so ganz bin ich noch nicht wieder aus der Versenkung gekommen, aber ich gucke mal ein bisschen über den Rand und mach „winke winke“. 😉

Schließlich hab ich gerade festgestellt, dass es schon über 10 Monate her ist, dass ich hier zuletzt einen Beitrag gepostet habe.

Es gibt mich also noch! Aber zum einen ist nicht wirklich viel Erzählenswertes passiert, das irgend jemanden hätte interessieren können, zum anderen hatte ich auch nicht wirklich Zeit und Muse zum Schreiben.

Im Frühjahr 2017 hatte ich zwei Arbeitsplatzwechsel. Ich wollte eigentlich einen Job hier um’s Eck haben, der mehr Freizeit versprochen hätte. Aber na ja, es ist halt doch nicht alles Gold was glänzt und ich hab daraus gelernt, dass es zumindest für mich am Wichtigsten ist, meine Arbeit zu mögen, liebe Kolleginnen zu haben und Chefs , die ihre Mitarbeiter noch wertschätzen. Kurzum, mir ist es wichtig, dass ich jeden Tag mit Freude zur Arbeit gehen kann. Dafür nehme ich auch gerne die 2 Stunden Zusatzzeit in Kauf, die täglich für Zugfahrt, Fußweg und Wartezeit draufgehen.

Nun hatten wir uns entschieden, dieses Jahr nach langer Zeit mal wieder an ein paar Events teilzunehmen. Als erstes hatten wir uns das Innsbruck Alpine Trailrun Festival ausgeguckt. Eigentlich hätte es da der K65 sein sollen. Tja, damit war’s dann aber leider nix. Simone hat seit ein paar Monaten schon Probleme mit der Achillessehne und kann daher momentan leider gar nicht laufen. Ja und bei mir hat das einfach mit dem Training nicht so hingehauen wie es dafür notwendig gewesen wäre. Glücklicherweise hatten wir uns für die Flexoption entschieden. So konnte Simone ihren Start auf 2019 verschieben und ich konnte downgraden auf den K42. Die Entscheidung hat einige Tränchen gekostet, aber letztlich war es nun doch gut so und ich bin recht zufrieden damit.

Über mein unzureichendes Training will ich jetzt gar nicht viele Worte verlieren. Ich bin halt einfach jemand, der nicht jeden Tag trainieren kann. ich brauche Pausen, viele Pausen. Für mich ist es ungeheuer schwer mich nach der Arbeit überhaupt noch zum Sport aufzuraffen, ich bin einfach platt wenn ich nach Hause komme. Dazu kam natürlich noch, dass es bis vor einigen Wochen ja abends auch noch dunkel war und es mich dann auch mit Stirnlampe irgendwie gruselt wenn ich da alleine durch die Pampa laufe.

Deshalb hab ich mich kurzerhand im Januar im Fitnessstudio angemeldet, das liegt für mich auf halbem Fußweg zwischen Bahnhof und zu Hause. Seither überliste ich zweimal pro Woche meinen Schweinehund indem ich quasi direkt von der Arbeit dorthin gehe und eine Einheit auf dem Laufband sowie anschließend ein wenig Krafttraining absolviere. Wie gesagt, zweimal pro Woche, mehr ist mir einfach zu viel. Plus der lange Lauf am Wochenende natürlich. Von den Wochenkilometern hat das dann einigermaßen hingehauen für den K42, nur hab ich natürlich trotzdem zu wenig Höhenmeter trainiert. Hinzu kam dann noch pünktlich 4 Wochen vor Innsbruck ein muskuläres Problem, das während meines langen Laufes über 33 km plötzlich begonnen hat. Plötzlich aufgetretene Schmerzen unterhalb der linken Hüfte, von der hinteren Außenseite nach vorne ziehend, so dass ich teilweise selbst beim Gehen nicht mehr richtig auftreten konnte. Bei der genaueren Schadensaufnahme zu Hause musste ich feststellen, dass meine linke Pobacke voller sehr schmerzhafter Triggerpunkte war, insbesondere am Piriformis, aber auch weiter unten. Dadurch konnte ich dann nicht mehr wirklich viel laufen und insbesondere der letzte lange Lauf musste leider entfallen. Also Extremtapering mal wieder, wie schon so oft. Das scheint wohl irgendwie mein Schicksal zu sein.

Aber was solls, wir sind trotzdem optimistisch nach Innsbruck gefahren, ich wollte auf jeden Fall starten, allein schon weil meine Tochter in Innsbruck studiert und somit erstmalig eins meiner Kinder an der Strecke sein würde! Darauf hatte ich mich doch schon so gefreut!

Alles bereit

Und schließlich hatte ich ja den besten Support, den man sich wünschen kann: Simone hat mich an fast allen VPs empfangen und unterstützt und meine Tochter Lisa kam auch an 2 VPs geradelt, einmal hat sie sogar noch eine Freundin mitgebracht! Wirklich toll, das ist schon schön und auch sehr motivierend zu wissen, dass da jemand auf einen wartet!

With my best support team ever in Hall

Und so kam es, dass ich den K42 tatsächlich gefinished habe. Endlich wieder ein Finish!!! Ich war zwar sehr gemütlich unterwegs und hab auch noch eine kleine Extrarunde von ca. 1,5 km eingelegt (Abzweig übersehen…), aber hey… nach den ersten 3 km dachte ich, ich schaff das nie, da war ich schon völlig platt (ich glaube es hatte auch so um die 26 Grad – ganz schön kuschelig für Ende April)… und dann hinten raus ging doch noch ein bisschen was, da lief’s dann plötzlich ganz gut (da war es nämlich nicht mehr sonnig, damit komm ich irgendwie besser klar). Meine ersteTeinahme an so einem Event seit Augutst 2016! Ich freue mich so sehr, dass ich locker innerhalb des Zeitlimits im Ziel war, mehr wollte ich nicht und das hat super geklappt. Vor allem hatte ich unterwegs keinerlei Schmerzen, weder an meinen früheren Baustellen Knie und Achillessehne noch im Piriformis. Supi, das stimmt mich doch recht zuversichtlich für die beiden Events, an denen wir im Herbst teilnehmen wollen: Den Short Trail beim Cappadocia Ultra im Oktober und den Trail Marathon beim Haría extreme auf Lanzarote im November.

Ganz besonders freue ich mich darauf, dann wieder gemeinsam mit Simone starten zu können. ❤ Denn so praktisch so ein Support auch ist, ein gemeinsames Lauferlebnis ist doch trotzdem am schönsten!

Über sieben Brücken musst du gehn…

Ja… über sieben Brücken… das ist im Moment gerade sinnbildlich für mich!

Heute ist ein Tag an dem ich mich einfach nur freue, wirklich wahnsinnig freue!

Happiness!!!  Damit  bin ich heute früh schon aufgewacht und ihren Anfang nahm die Freude gestern.

Fast gleichzeitig habe ich gestern nachmittag gleich 2 Neuigkeiten erfahren, die mein Herz hüpfen lassen:

Nr. 1: Das Steinachbrückle ist seit gestern wieder offen! Zumindest vorübergehend in Form einer provisorischen Holz-Fußgängerbrücke!

Nr. 2: Ich hab die Zusage für den Job bekommen, den ich mir so sehr gewünscht hatte und kann gleich nächste Woche anfangen! Jippiiiiiie!!!!

Heute ist ein guter, ein wirklich sehr guter Tag! In der Nacht hatte es endlich endlich geregnet und dadurch ein wenig abgekühlt. Bis vorhin war es auch noch bewölkt und deshalb war ich seit über einer Woche zum ersten Mal eine kleine Runde laufen. Nach unserem Kurzurlaub in der vorletzten Woche (darüber hab ich noch gar nichts berichtet. Mir hat einfach der Elan dazu gefehlt, aber gerade denke ich, ich werde später wenigstens noch ein paar Bildchen davon einstellen) haben meine Beine zum einen ein wenig Ruhe benötigt, denn die schiere Menge der Bewegung – sei es nun laufend oder wandernd- waren sie einfach nicht mehr gewöhnt. Außerdem machte mir die dicke Luft und die Hitze zu schaffen wegen meiner Lungenobstruktion, die sich dann besonders bemerkbar macht, deshalb war Laufen in den letzten Tagen gestrichen.

Und wie ich dann heute so unterwegs war – das Laufen ging übrigens richtig gut, wenn es auch nur kurz war – ist mir aufgefallen, wie gut das doch alles wieder zusammenpasst!

Die Brücke und der Job!

„Der da oben“  (oder das Schicksal – egal, an irgendwas glaubt doch fast jeder…) meint es gut mit mir! Er wollte es mir halt nicht zu einfach machen, mich ein wenig aus der Komfortzone holen und aus der Reserve locken. Ich sollte ein Ziel anstreben, auch wenn es kleine Wagnisse und überschaubare Risiken einzugehen und Durststrecken zu überstehen galt. Aber ich dachte mir schon, dass das sicherlich alles irgendeinen Sinn hat, der sich mir noch erschließen wird.

Und siehe da, jetzt kann ich in dem Umfeld arbeiten, das ich mir seit meinem Umzug gewünscht hatte. Die Zwischenstationen mussten sein, um dahin zu kommen. Nein, es ist kein Karrierejob natürlich. Dafür bin ich nicht gemacht und das wäre auch ganz und gar nicht mein Ding. Nein, ich will einfach meine Arbeit machen mit netten Kollegen und in einer Umgebung, wo man als Mitarbeiter Wertschätzung erfährt, auch wenn man nur ein kleines Lichtle ist. Einfach gern zur Arbeit gehen können. Mit angenehmen und für mich passenden Arbeitszeiten. Dafür musste ich eben um 2 Ecken gehen… um genau dann zu suchen, als „meine“ Stelle ausgeschrieben wurde… und um gelernt zu haben, dass es Wichtigeres gibt, als den Job direkt um die Ecke zu haben.

Und die Brücke? Seit das Steinachbrückle restauriert wird (das zieht sich wohl auch noch eine Weile hin) mussten wir bis gestern auch immer um 2 Ecken laufen (nicht sehr weit, aber eben auch nicht schön – an der Straße lang – und daher nicht so angenehm) um auf unsere Standard-Laufstrecke am Neckar zu gelangen.

Und jetzt? Der Job ist da und die Brücke ist da! Hallllooooooooo? Also wenn das mal kein Zeichen ist, oder?

Das Behelfs-Brückle hat sogar einen Teppichbelag. Der ist zwar schwarz-grau, aber für mich hat es sich heute angefühlt, wie wenn er rot wäre. Ja, heute hat es sich für mich angefühlt, wie wenn ich über einen roten Teppich schweben würde.

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Das Grinsen ist zurück

Endlich… nach vielen Wochen, in denen ich mich wie in einer Wolke von Antibiotika, Trauer, Sorge und Schmerzen gefangen gefühlt hatte, geht es jetzt wieder aufwärts.

Seit Ende Januar konnte ich so gut wie gar nicht mehr laufen, es gab nur ein paar sehr vereinzelte und nicht sonderlich erfolgreiche Versuche.

Heute nun endlich, nachdem ich auch den ersten Tag an meiner neuen Arbeitsstelle absolviert hatte, konnte ich endlich wieder mit Freude und ohne Schmerzen eine kleine Runde unterwegs sein. Ich hab das Gefühl wieder ganz von vorne anfangen zu müssen… klein, klein. Eine knappe Dreiviertelstunde flach, meist auf Schotterwegen. Na ja, mein Durchschnittspuls lässt noch ein wenig zu wünschen übrig, aber das wird schon wieder werden, nach und nach. Ich werd es sachte angehen lassen, damit sich nicht gleich wieder die Wade meldet und sich mein Laufapparat wieder langsam eingewöhnen kann. Ohne Druck, wir werden sehen, wie weit ich in diesem Jahr komme. Das einzig Wichtige ist mir, dass ich wieder mit diesem breiten Grinsen im Gesicht vom Laufen zurück komme.

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Fuerteventura Teil 4 – Pico de la Zarza

Der Pico de la Zarza ist mit ca. 800 m ü. NN der höchste Gipfel Fuerteventuras. Und da er von unserer Unterkunft aus quasi um die Ecke liegt, war es klar, dass wir da unbedingt hoch wollten. Außerdem hat man von oben nochmal eine tolle Aussicht auf den Strand von Cofete, der uns so gut gefallen hat. 

Außer dieser Aussicht hatten wir eigentlich keine besonderen Erwartungen. Wenn man den Berg aus der Entfernung so anschaut sieht er karg und unspektakulär aus. Was sich uns dann bot, hat uns schwer begeistert und beeindruckt, das hatten wir wirklich überhaupt nicht erwartet: Die Landschaft mitsamt ihrer Pflanzenwelt  (die am Anfang der Strecke quasi überhaupt nicht vorhanden ist) 

ändert sich mit jedem Hügel, den man überquert.

Plötzlich sind die allgegenwärtigen trockenen Gestrüppe grün und haben winzige gelbe Blüten. Nach und nach gesellen sich in frischem hellgrün leuchtende Pflanzen hinzu, die an Häufigkeit und Größe zunehmen, je weiter wir kommen. Herrlich, dieser Anblick!


Dann plötzlich wieder eine völlig andere Welt… karg mit gelben Flechten überall auf den Steinen, aber auch noch mit etwas Grün. Die üppigen Pflanzen von vorher gibt es hier nicht, dafür ist wilder Tabak hier vorherrschend. 


Nach und nach verschwindet der Tabak und die vorherrschende Pflanze ist nun eher pastellgrün, je mehr wir uns dem Gipfel nähern, umso häufiger und größer die Pflanzen. Weiter oben haben diese dann sogar noch gelbe Blüten. Ja, kurz unterhalb des Gipfels kann man diese sogar ganz deutlich riechen und es sieht aus wie in einem großen Steingarten.  


Der Gipfel hat ebenfalls Charme, es gibt eine „Gipfelsäule“, weiterhin den Felsen- und Pflanzenmix und eben den wunderbaren Blick auf den Strand von Cofete. 


Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns auf den Rückweg. Der Aufstieg war weitestgehend Wanderung, zurück sind wir dann gelaufen. Simone so gut wie alles, ich immerhin das meiste. 

Damit bin ich super zufrieden, die Wade hat gehalten, das ist das Wichtigste. So werd ich jetzt erstmal weitermachen, mit einem Mix aus Laufen und zügigem Gehen. Am Ende war ich ganz schön platt heute. Na ja, klar, meine Kondition war schonmal besser, aber ich arbeite wieder dran. 😉

Fuerteventura Teil 2

Ja doch, ich berichte noch ein wenig. Wie heißt es so schön? „Wenn man was erlebt, dann kann man was erzählen.“… oder so ähnlich. 😉

Um es gleich mal vorwegzunehmen: Nein, gestern früh war ich dann doch nicht laufen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich als Dreingabe zu den ganzen Befindlichkeiten der letzten Zeit seit gut 2 Wochen auch noch mehr oder weniger regelmäßig von Migräneattacken der ganz fiesen Art heimgesucht werde? Na ja, jedenfalls wurde ich gestern früh um halb sechs von so einem Oschi geweckt und trotz umgehender Tabletteneinnahme und dekorativer Platzierung eines eisgekühlten Coolpacks an strategisch günstiger Stelle war es dann schon zu spät für einen Morgenlauf, als es mir endlich wieder gut ging. 

Nach dem wie immer köstlichen Frühstück sind wir dann dafür zu einer herrlichen Wanderung gestartet, die dem 3-Küsten-Rundweg ganz am unteren Ende der Halbinsel Jandia folgte mit einem kleinen Abstecher nach Los Salvajes. Da wir eh die Trinkrucksäcke mitnehmen mussten um ausreichend Wasser dabei zu haben, konnten wir es uns dann natürlich doch nicht verkneifen, das ein oder andere Stück zu laufen. Diese Landschaft… so unbeschreiblich schön, da kann man einfach nicht anders! Meine Wade hat’s ausgehalten und es hat soooo gut getan. 

Bis mich dann etwa auf halber Strecke innerhalb weniger Minuten wieder ein Migräneanfall mit aller Macht total lahmlegte. Ich konnte nur noch dullig vor mich hin stolpern und hab vom Rest der Strecke leider nicht mehr allzuviel mitbekommen. Eine Tablette hatte ich zwar dabei, aber zum einen hatte ich Zweifel ob sie überhaupt wirken würde, da die Schmerzen bereits so heftig waren. Zum anderen hatte ich ja in der Früh bereits eine genommen und wusste nicht, was der weitere Tag noch bringen würde. Außerdem hab ich langsam Sorge, dass mein Vorrat nicht reichen könnte, bis wir wieder zu Hause sind. Na ja, und weil stehen bleiben in der prallen Sonne bei gut 30 Grad ohne jeglichen Schatten auch gar nicht vorstellbar gewesen wäre, kam also nur langsam weitergehen in Frage. Ich schätze mal, ich muss ziemliche Ähnlichkeit mit einem Zombie gehabt haben.

Aber siehe da, kurz vor Ankunft am Start- und Zielort waren die Schmerzen fast verschwunden, so dass wir noch kurz einkehren und uns eine kalte Limo und ein Käffchen gönnen konnten. 

Danach ging’s mir sogar wieder so gut, dass wir noch zum Strand von Cofete  gefahren sind zu einem langen und wunderschönen Spaziergang. Dieser Strand ist etwas ganz Besonderes, einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. Für mich bricht er sämtliche Superlative. Ewig lang, sehr sehr breit, große brechende Wellen, fast menschenleer. Von Bergen begtenzt und mit Blick auf eine Sandwüste! Keinerlei Hotels, Restaurants oder sonstiges touristisches Gedöns. Einfach perfekt und traumschön. 

Am späten Nachmittag ging’s dann über abenteuerliche, unbefestigte kurvige Sträßchen wieder zurück zum Hotel, wo wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen eingetroffen sind. 

Kurze Auszeit auf Fuerteventura 

Ja, eine Woche Fuerteventura haben wir uns gegönnt, bzw. wir haben gerade erst damit angefangen. 

Weil ich zum April den Job wechsle, hatte ich noch ein paar Tage Resturlaub. Und da wir noch gar nicht wissen, wann ich dann in diesem Jahr wieder Urlaub nehmen kann und ob das dann auch mit Simone’s Urlaubsmöglichkeiten zusammen passt, dachten wir, besser sind Nägel mit Köpfen und ein bisschen Sonne schadet schließlich nicht nach der gefühlt ewigen Kälte des vergangenen Winters. 

Zeit für einen kleinen Beitrag ist es allemal. Bisher ist dieses Jahr für mich ziemlich bescheiden gelaufen, um es mal freundlich auszudrücken. Deshalb gab’s auch nichts Erwähnenswertes, das dazu getaugt hätte, hier verewigt zu werden. 

Die Wade macht mir seit Wochen Probleme, so dass an Laufen nicht wirklich zu denken war, die wenigen zaghaften Versuche sind eher ernüchternd verlaufen. Zusätzlich hatte ich mich dann noch mit einer Erkältung und 2 kurz aufeinander folgenden Harnwegsinfekten rumzuschlagen und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, kam noch ein sehr trauriges familiäres Ereignis hinzu, das mir alle noch verblieben Reste von Energie raubte. 

Kurzum es ist höchste Zeit, mir hier mal ein wenig frischen Wind zur Aufmunterung um die Nase und die Ohren wehen zu lassen. 

Mit unserem Hotel haben wir’s spitzenmäßig erwischt. Eigentlich sind wir ja nicht so die typischen Psuschalurlauber, aber diesmal haben wir uns wegen der bequemen Buchung und des günstigen Preises sogar mal für das AI-Gesamtpaket entschieden. Wir dachten uns, wir müssen ja nicht immer im Hotel essen wenn wir nicht wollen. Aber was soll ich sagen… wir wollen!!! Das Buffet ist so mega hier… lecker, abwechslungsreich, alles ganz frisch zubereitet und man kann durchaus auf Wunsch auch leicht und gesund essen. Es gibt viel Gemüse, frisches Obst, Fisch, alles was das Herz begehrt. Auch mit unserem Zimmer haben wir’s super erwischt. Wir haben ein Upgrade bekommen und residieren hier jetzt in einer Suite, die fast so groß ist, wie unsere Wohnung daheim und sogar noch 2 Balkons hat! Eigentlich braucht man diesen ganzen Luxus zwar nicht wirklich, aber es tut schon auch mal gut. 

Heute haben wir dann erstmal eine Ortsbegehung gemacht. Eigentlich sollte es ein Strandspaziergang werden, aber natürlich konnten wir es auch nicht lassen wenigstens ein paar Höhenmeter mit einzubauen, allein schon der besseren Aussicht wegen. Unglaublich, diese Berge hier sind echt faszinierend. Sehr karg natürlich, die Vegetation ist hier schon recht übersichtlich, aber trotzdem waren wir gleich begeistert von den Farben und davon, dass es hinter jeder Ecke wieder anders aussieht. Der Wechsel zwischen hellem, oft intetessant ausgewaschenem Sandstein und dunklem Lavagestein, oft auch mit rötlichen bis lila Schattierungen oder ein Gemisch aus allem… das hat uns heute schon ziemlich gut gefallen.

Und ja, auch meine Wade hat heute brav mitgemacht. Wandern geht also immerhin. Morgen früh werd ich dann mal ein ganz vorsichtiges kleines Läufchen wagen. 

Achso, wir befinden uns hier übrigens am unteren „Zipfel“, dem Surferparadies von Fuerteventura, in der Nähe von Morro Jable.

Ob ich die nächsten Tage noch weiter von hier berichte oder ob ich einfach mal noch ein paar Bildchen einstelle, weiß ich noch nicht, schließlich hab ich ja Urlaub und geh das alles ganz gechillt an.

Hier sind auf jeden Fall schon mal ein paar der heutigen Fotos:

Kein Jahresrückblick

Echt, wer soll denn diese ganzen Jahresrückblicke alle lesen???

Ne, einen Jahresrückblick mag ich nicht schreiben. Zum einen gäbe es da nicht so wahnsinnig viel Spannendes worauf man zurückblicken könnte und außerdem ist das doch eh alles bereits jetzt wieder ein alter Hut.

Nach vorne ist mein Blick gerichtet, ins neue Jahr, die einzige Blickrichtung die mir sinnvoll erscheint.

So berichte ich heute nur kurz über meinen „Jahresabschlusslauf“. Auch dieser war keinesfalls irgendwie spektakulär. Es war ein sehr ruhiger, ganz gemütlicher Lauf auf der Trimmpfadrunde, meiner derzeitigen Lieblingslaufstrecke. Auch letztes Wochenende führte mich mein langer Lauf hier entlang, aber da hatte es mir an Zeit und Lust gefehlt darüber zu berichten.

Heute hab ich noch eine für mich neue Schlaufe in die Strecke integriert, von der Simone mir schon berichtet hatte. Dadurch war heute also auch noch was Spannendes für mich dabei. Außerdem hatte ich ja heute soooo tolles Wetter! Ja, diese Temperaturen wie wir sie derzeit haben, so zwischen +5 und -5 Grad, sind für mich optimal zum Laufen, dazu gab es viel Sonne, blauen Himmel und glitzernden Raureif. Überhaupt, dieser Winter bisher… Ich habe noch keine einzige Schneeflocke gesehen. Und ich muss sagen, das darf von mir aus gerne so bleiben, ich brauch den Schnee nicht. Das ein oder andere Flöckchen zu Weihnachten wäre ganz nett und stimmungsvoll gewesen, aber jetzt brauch ich das nu wirklich nicht mehr. Wunderbarstens heute also.

Ja, irgendwie hab ich daran momentan großen Gefallen gefunden, einfach nur sehr langsam mit meiner ebenfalls langsamen Musik im Ohr vor mich hin zu traben. Mehr brauch ich grad nicht, das tut mir gut, die 20 km Runde hat knapp 300 Höhenmeter, ist also nur ein bisschen profiliert und hat von allem was dabei: Schotter-, Wald- und Wiesenwege, Trails und ein bisschen Asphalt, aber das hält sich in Grenzen. Am Anfang geht es immer am Neckar entlang, dann hinauf auf die Höhe, von wo aus man eine wunderschöne Sicht auf die Alb hat und einfach die Weite genießen kann.

Ich mag es, wenn ich mir Zeit lassen kann, manchmal ist es fast wie eine Art Meditation, ich bin irgendwie ganz tief in mir versunken, den Weg scheine ich wie im Schlaf zu finden und plötzlich denke ich erstaunt: „Ach, hier bin ich schon…?!“

Und manchmal hab ich sehr viel Aufmerksamkeit übrig für die kleinen Dinge, die es auf meinem Weg zu sehen gibt, die am einen Tag völlig unspektakulär sind, an einem anderen Tag bei anderem Wetter und anderem Licht plötzlich mein Auge und meine Seele erfreuen.

Heute war so ein Tag, der von allem was hatte. Heute hab ich mir doch immer wieder erlaubt kurz stehen zu bleiben und ein paar Fotos zu machen, auch wenn ich mir ja eigentlich gerade das Durchlaufen anerziehen möchte. Aber es war einfach so schön heute, da konnte ich nicht anders.

Das erste erwähnenswerte Motiv ist allerdings nur in meinem Kopf abgespeichert, da konnte ich kein Foto machen. Es war eine Dame auf der Wiese neben dem Fußweg am Neckar, die eine Art… na ja, ich nenne es jetzt mal Schwertmeditation gemacht hat. Keine Ahnung, wie sowas heißt. Ganz langsame, fließende Bewegungen gingen ineinander über, dabei hatte sie ein großes Holzschwert, mal in der Hand gehalten, mal auf den Armen balanciert. Schon das Zusehen hatte etwas sehr Beruhigendes. Das hat mich beeindruckt und ich hätte es gerne im Bild festgehalten, aber ohne zu fragen tu ich das nicht und stören konnte und wollte ich die Dame ja nun auch nicht. Aber auf jeden Fall fand ich das sehr interessant, schon allein weil ich es unglaublich mutig finde, wenn sich jemand einfach mal eben auf die Wiese stellt und sowas macht. Würd ich mich ja nie trauen, mir ist es ja meistens schon unangenehm, wenn mich jemand beim Laufen sieht.

Gut, Entspannungsübungen sind bei mir meistens auch nicht so unbedingt notwendig. Ein klein wenig (viel zu selten und auch sehr unregelmäßig) versuche ich mich gerade am Yoga, recht dilettantisch bisher natürlich noch, aber das tu ich mehr zur Verbesserung meiner allgemeinen Dehnbarkeit (da hab ich leider sehr große Defizite) denn zur Entspannung.

Im Allgemeinen bin ich ja ausgesprochen ausgeglichen und ruhig und habe daher auch nie das Gefühl mich mal auspowern zu müssen oder sowas in der Richtung, deshalb taugt mir auch dieses ruhige gemütliche unangestrengte Laufen unglaublich gut. Ich mag es, wenn ich dann nach Hause komme und nicht das Gefühl habe, total k.o. zu sein. Eher ist es so, dass ich vom Gefühl her noch locker eine Weile weiterlaufen könnte. So werde ich das auch im neuen Jahr jetzt erstmal weitermachen und zum Frühjahr hin kann ich es ja nach Lust und Laune weiter ausbauen. Wettkämpfe stehen ja keine an und sind auch nicht geplant. Sollte sich doch spontan eine Teilnahme irgendwo ergeben, dann aber nur angepasst an meinen Fitnesszustand, so dass das ohne gesondertes Training problemlos machbar ist. Dieser Plan fühlt sich für mich gut an, so kann ich immer genau so lang oder kurz, schnell oder langsam laufen, wie ich gerade Lust habe und wenn sich die Lust mal gar nicht einstellen will, kann ich auch durchaus  ohne schlechtes Gewissen faulenzen, das ist eben auch manchmal nötig.

Einziger Wermutstropfen heute bei einem Lauf, von dem ich ansonsten wirklich jede Minute in vollen Zügen genossen habe war, dass ich eine Zeitlang eine Aura hatte. Für diejenigen, die das Glück haben sowas nicht zu kennen: Das ist eine Art Sehstörung (bei mir sieht es aus wie Halbkreise aus durchsichtigen Kristallen, die einfach irgendwo dann mitten in meinem Gesichtsfeld des linken Auges sind), die Teil einer Migräne ist. Tritt aber zeitlich unabhängig von den Kopfschmerzen auf. Zum Glück, denn beim Laufen brauch ich das nun wirklich nicht. Leider ist das aber ein Zeichen, dass ich mich darauf einstellen muss, dass mich auch diese fürchterlichen Kopfschmerzen mit allem drum und dran wohl in nächster Zeit wieder heimsuchen werden. Seit über 3 Jahren war ich jetzt davon verschont, aber so ist das bei mir halt, eine Weile ist Ruhe und dann macht mir das wieder einige Wochen lang Ärger…

Na ja, bis jetzt ist der Kopf nur ein wenig „dullig“, davon werden wir uns jetzt nicht Silvester vermiesen lassen.

Jetzt füge ich noch meine schönsten Fotos von heute an und wünsche Euch allen ein gutes, gesundes, erfolgreiches neues Jahr, das viele tolle und erfreuliche Momente bereithalten soll!

 

 

Es plätschert so dahin…

Nun ja, ehrlich gesagt gibt’s bei mir gerade nichts Aufregendes zu berichten. Es plätschert so dahin mit meiner Lauferei.

Mehr als dreimal pro Woche hab ich in letzter Zeit nicht hinbekommen. Dienstags und Freitags jeweils ca. eine Stunde… Einlaufen, Tempo, HIIT oder Fahrtspiel, Auslaufen… Am Wochenende dann ein längerer langsamer Lauf, diesmal war es ziemlich genau ein Halbmarathon. Auf Asphalt. Nun ja, kurz vor Schluss hat mein Fibulaköpfchen ein wenig gemuckelt, ansonsten ging es aber sehr gut, damit bin ich eigentlich ganz zufrieden, schließlich wollte ich ja kleinere Brötchen backen.

Fotos gibt’s allerdings nicht… Zum einen der Strecke geschuldet, die jetzt nicht wirklich so interessant ist, dass man sie unbedingt im Bild festhalten möchte. Der Hauptgrund für die nicht vorhandenen Fotos ist aber der, dass ich mich ja bemühen will durchzulaufen. Meiner Leidenschaft für’s „mal kurz stehen bleiben“ zu widerstehen. Weder stehen noch gehen auf den langen Läufen. Das versuche ich gerade. Und Fotos machen… das war schon immer die schönste Ausrede für mich um mal wieder kurz stehen zu bleiben, daher ist das im Moment gestrichen. 😉

(Das Beitragsbild ist somit auch nicht von heute, sondern es ist ziemlich genau vor einem Jahr entstanden, als ich bei gleicher Wetterlage – allerdings vormittags – auf genau der selben Strecke unterwegs war.)

Und stolz kann ich verkünden, dass es zumindest bei den letzten beiden langen Läufen funktioniert hat… ich bin tatsächlich komplett durchgelaufen, wenn auch sehr langsam. Aber das macht mich dann doch schon ziemlich zufrieden.

Das einzige was mir momentan noch nicht so recht behagen mag, sind die wenigen Wochenkilometer, die ich auf diese Weise zustandebringe.

Das ist wieder typisch, einerseits mosere ich rum, dass ich zu wenig laufe, andererseits fällt es mir selbst an den derzeit 2 unterwöchigen Lauftagen derart schwer, mich nach der Arbeit noch aufzuraffen und die Laufschuhe zu schnüren… Aber wenn ich mich dann mal dazu überwunden habe, ist es eben doch meistens toll!

So wie heute… eiskalt, aber Sonne und blauer Himmel, dazu der Raureif an den etwas schattigeren Stellen, die angenehm kühle Luft… herrlich! Wie so oft an solchen Tagen dachte ich mir auch heute wieder, ich sollte mir einfach öfter ein wenig Zeit schnitzen für so ein kleines Läufchen. Braucht ja nicht sooo lang zu sein. Vielleicht doch morgens vor der Arbeit, wenn ich mich danach ja nicht mehr so gerne aufraffen mag… aber um halb 5 aufstehen ist halt schon auch hart… hab ich aber vor meinem Umzug in München auch 2x/Woche gemacht… und im Nachhinein war’s immer toll, ein echter Gewinn für den Tag…

Ja, solche Dinge gehen mir durch den Kopf, wenn die Gedanken fliegen. Mal sehen, ob ich morgen früh genügend Energie aufbringe um es anzupacken… das After-Run-Müsli ist immerhin schonmal hergerichtet!

 

Quo vadis???

Quo vadis… tja… wohin soll mein (läuferischer) Weg nun gehen? Diese Frage hab ich mir in den letzten Wochen oft gestellt.

Schon seit Mitte des Jahres steht ja der Entschluss fest, dass ich mich im nächsten Jahr für keinen Ultralauf anmelden möchte. Zum einen weil ich es seit meinem Umzug und dem damit verbundenen Arbeitsplatzwechsel einfach nicht mehr gebacken kriege öfter als 3 mal pro Woche laufen zu gehen. Und das ist einfach zu wenig. Klar, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg undsoweiter…, aber dafür fehlt mir dann einfach momentan irgendwie die Energie. Außerdem kommt noch hinzu, dass ich mich gerade nicht so richtig an einen Trainingsplan halten müssen will. Also natürlich hab ich sowieso noch nie strikt nach Plan trainiert, aber trotzdem gibt’s gewisse grundsätzliche Dinge, die man einfach machen muss, sonst wird das nix. Vor allem die langen Läufe sind natürlich wichtig. Und die sollten langsam aber stetig an Länge zunehmen und sollten auch dann in den passenden Zeitabständen vor dem entsprechenden Wettkampf stattfinden. Weil diese langen Läufe aus Zeitgründen nunmal in der Regel am Wochenende stattfinden müssen ist das eigentlich kein Problem, aber da meine engsten Familienangehörigen auch weit verstreut sind und ich auch diese regelmäßig sehen möchte, ist das eben schon ein Problem. Das geht nämlich auch nur am Wochenende. Und so wichtig mir meine Lauferei auch ist, das Wichtigste auf der Welt ist nunmal die Familie. Ich möchte da nicht mit der Zeit jonglieren müssen. Wenn Familie angesagt ist, dann muss die Lauferei auch mal ne Weile warten können ohne dass ich dann ob der dramatischen Folgen in Panik verfalle.

Dies war der Grund für meine – wie ich finde – logische und vernünftige Entscheidung, das jetzt mal einfach locker zu sehen. Ich will ja trotzdem regelmäßig laufen und durchaus gerne auch regelmäßig länger, aber eben so wie es geht, wie ich Lust darauf und Spaß daran habe. So wie es mir gut tut!

Und eigentlich sollte das dann auch ausreichen, um bei Lust und Bedarf, wenn Termin und Ort es zulassen, kurzfristig bei einer Veranstaltung mit mittellanger Strecke einzuchecken und diese auch mit Spaß und Freude finishen zu können. Ambitionierte Zeitziele hatte ich ja sowieso noch nie.

Soweit so gut, wenn da nicht die Sache mit dem fehlenden „Ich-will-laufen-Gen“ wäre. Da ist bei mir nämlich das Risiko doch recht groß, dass ich viel öfter als es mir gut tut alle Fünfe grade sein lasse und mich unversehens auf dem Sofa statt auf der Laufstrecke widerfinde… Und so war das ja eigentlich nicht gedacht.

Nach unserem Mallorca- und Barcelona-Urlaub hatte ich mir erstmal sowieso eine gute Woche lang komplette Laufpause verordnet wegen einer recht hartnäckigen Erkältung, die ich einfach nicht richtig losgeworden bin. Danach hab ich’s dann auch erst recht langsam angehen lassen. Selbst für meinen Geschmack eigentlich zu langsam. Das Wetter hat da meinem Schweinehund natürlich auch noch super in die Hände gespielt.

Irgendwie brauch ich da doch wenigstens ein kleines Ziel um mich regelmäßig aufzuraffen. Aber es muss halt auch was sein, was mich nicht überfordert und was ich vor allem trotzdem nicht total uncool finde, denn sonst wird das wieder nix.

Deshalb bin ich mal ein wenig in mich gegangen und hab überlegt, was mir Spaß machen könnte. Meine Überlegungen sahen dann ungefähr so aus:

Eigentlich will ich ja nach Laune laufen und so wie ich Freude dran hab… trotzdem soll es so gestaltet sein, dass ich auch Lust habe mich halbwegs regelmäßig auf die Strecke zu begeben… Aber auf jeden Fall erstmal kleinere Brötchen backen… Ich müsste dringend mal was an meiner Grundlagenausdauer drehen… unter der Woche eher kürzere Einheiten mit HIIT, Fahrtspiel, Lauf-ABC, solche Sachen… den langen Lauf langsam, wirklich jetzt mal gaaaaanz laaaaangsam, sonst wird das nie was. Erstmal den Fokus auf lang unterwegs sein und auf Durchlaufen legen, erst dann nach und nach wieder paar mehr Höhenmeter draufpacken…

So meine Gedanken und auch mein Plan für die nächste Zeit. Am Wichtigsten ist mir, dass ich nicht den Spaß an der Lauferei verliere, weil mir alles zu viel wird. Alles andere kommt dann schon.

In meiner faulen letzten Urlaubswoche hab ich dann ausgiebig meinem zweitliebsten Hobby gefrönt, dem Lesen und mir auf diese Weise ein paar Lauf- und Motivationsbücher reingezogen. In einem dieser Bücher hab ich gelesen, dass sehr vieleTrailrunner erst Straßenläufer waren und nach mehreren Marathons dann irgendwann zum Trailrunning und Ultralaufen gekommen seien, weil sie neue Herausforderungen gesucht haben. Aha! Ahaaa! Deshalb haben andere also richtige Ausdauer und ich nicht, dachte ich mir.

Hmmmmm… ich hab auch so angefangen, dass ich in meinem damaligen Wohnviertel die Gehwege belaufen hab um dann nach 2x Halbmarathon die Lauferei wegen Kniebeschwerden gleich wieder ganz aufzugeben. Dann hab ich viele viele Jahre später wieder vorsichtig angefangen und bin im Prinzip durch Zufall auf einem matschigen Wurzeltrail im Wald gelandet. Und weil ich daran einfach auf Anhieb so viel Freude hatte, bin ich direkt beim Trailrunning geblieben. Zwar immer gemütlich und immer hinten dran, aber immerhin hab ich auf diese Weise schon 70 km gefinisht.

Aber einen Straßenlauf? Einen Marathon auf Asphalt? No way!!! Nie im Leben konnte ich mir das vorstellen. Wie soll man daran Freude haben, die ganze Zeit gradaus im gleichmäßigen Schlappschlurchschritt immer der Straße nach… puh, das halt ich mental nicht durch. Hut ab vor jedem, der sowas kann. Aber mir ist das nix. Dachte ich.

Aber dann ging mir das nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht möchte ich mir – nur als kleines Intermezzo, nur um zu wissen, wie sich sowas anfühlt – ja doch einmal im Leben so einen Straßenmarathon ausprobieren. Irgendwo in einer coolen Stadt. Und selbstverständlich auf keinen Fall mit einem Zeitziel. Nur durchkommen und die sicherlich vielen und so ganz anders als gewohnten Eindrücke in mir aufnehmen. Ohne gezielten Trainingsplan, ohne Druck, Training so wie es mir möglich ist, auf Trails natürlich und ausnahmsweise dann halt auch mal vermehrt auf Asphalt. Nur mit Laufen aus Freude auf jeden Fall.

Ja, das könnte ein Ziel sein für’s nächste Jahr. Natürlich nur, wenn meine Knie und sonstige Stellage das Asphaltlaufen aushalten. Ich denke aber, dass inzwischen meine Muskulatur um die Knie herum viel besser ist als damals und ich werde auch nicht wieder den Fehler machen, die Umfänge zu schnell zu steigern.

Schauen wir mal…

Aber als erstes schau ich jetzt mal nach meinen Weihnachtsplätzchen, die müssen nämlich aus dem Ofen.  😉

 

 

 

Ähm… nööö… Schwimmzeug nehm ich nicht mit!

Mallorca!… Nein, nicht nach El Arenal!!!!… Ins Tramuntana-Gebirge!… Zum Laufen… und Wandern… und Genießen!… Dochdoch, da gibt’s schon auch Strände, aber das ist halt nicht so meins…

So in der Art sind ziemlich alle Gespräche verlaufen, wenn ich vor unserem Urlaub gefragt wurde, wo es denn hingehen soll.

Ja, auf „Malle“ gibt es tatsächlich auch genügend Ecken, denen ich was abgewinnen kann. Eine ganze Menge sogar! Weiterlesen