Kochschulbrötle nach Oma’s Rezept

Weit bin ich mit meinem Vorhaben, meine wichtigsten Plätzchenrezepte hier einzustellen ja nicht gerade gekommen, die Zeit rennt einfach zu schnell dahin.

Kurz vor knapp möchte ich aber nun wenigstens noch schnell unser Familen-Traditionsrezept hier verewigen.

Dieses Rezept stammt aus dem Kochunterricht während der Schulzeit meiner Oma – zumindest soweit ich weiß… fragen kann ich sie nicht mehr.

Aber seit ich denken kann, gibt es diese Plätzchen jedes Jahr in der Weihnachtszeit und auch ich selbst habe diese Tradition gerne übernommen, denn diese sind meine absoluten Lieblinge. Simone mag sie auch sehr gerne und sogar ihre Mutti hat das Rezept schon nachgebacken. Optisch sind sie nicht wirklich der Brüller, sie sehen eher etwas grobschlächtig aus, aber sie sind so wunderbar nussig und mürbe, ich liebe diese Dinger einfach!

Das Rezept ergibt ca. 50-60 Plätzchen, ich backe immer die doppelte Menge.

Der Teig ist super easy, die Zutatenliste mehr als überschaubar:

  • 200 g Butter (weich)
  • 200 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 200 g gemahlene Haselnüsse

Zur Dekoration:

  • 1 Eigelb
  • etwas Milch oder Dosenmilch
  • Rest gemahlene Nüsse oder geraspelte Schokolade

Aus den 4 Teig-Zutaten mit dem Rührgerät (Knethaken) einen Mürbteig kneten. Diesen ca. 1/2 Stunde bis Stunde kalt stellen.

In der Zwischenzeit Eigelb mit Milch verquirlen.

Auf bemehlter Arbeitsfläche mit ebenfalls etwas bemehltem Wellholz den Teig ca. 1/2 cm dick auswellen (der Teig bricht an den Rändern gerne, das ist quasi unvermeidlich weil er halt etwas grob in der Konsistenz ist. Ich drücke ihn einfach mit den Händen wieder etwas zusammen).

Dann Plätzchen ausstechen, bei uns sind sie traditionell rund mit gebogtem Rand. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit der Eiermilch dünn bestreichen und in der Mitte mit einer Prise der gemahlenen Nüsse oder mit Schokoraspeln bestreuen.

Gebacken werden die Kochschulbrötle bei ca. 170°C  10-15 Minuten, man muss ein wenig probieren, jeder Backofen ist ja anders und auch die Vorlieben ob die Plätzchen heller oder dunkler sein sollen unterscheiden sich. Mein Papa mag sie zum Beispiel gerne hell, ich persönlich finde sie aber viiieeel leckerer wenn sie etwas dunkler sind.

 

Meine Lebkuchen

So, nun wird es langsam Zeit, dass ich auch mal nach und nach meine wichtigsten Weihnachtsrezepte hier verewige.

Zumindest mal diejenigen, die auf alle Fälle jedes Jahr gebacken werden.

Als erstes sind nun die Lebkuchen dran, denn diese sind die Lieblinge von meiner Simone.  ❤

Das Rezept hab ich vor vielen vielen Jahren mal einer Zeitschrift entnommen, leider weiß ich nicht mehr welche es war. Auf jeden Fall hatte das Rezept damals meine Aufmerksamkeit erregt, weil es anstatt Zitronat und Orangeat eine Trockenfrucht-Nuss-Mischung enthält.

Und hier ist das Rezept:

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 2 Beutel (à 200 g) Tropische Mischung aus Trockenfrüchten und Nüssen
  • 400 g gemahlene Mandeln ohne Haut
  • 500 g gemahlene Haselnüsse
  • 25 g Speisestärke
  • 750 g brauner Zucker
  • 1 P. Pfefferkuchengewürz
  • 9 Eier
  • ca. 50 runde Backoblaten (7 cm) oder 100 Stück (5 cm)
  • je 400 g Vollmilch- und Zartbitterkuvertüre
  • 2 Würfel Kokosfett (kann man aber auch weglassen…)

Schokolade grob hacken, Trockenfrüchtemischung ebenfalls noch etwas zerkleinern. Mandeln, Nüsse, Stärke, Zucker, Pfefferkuchengewürz und Eier in einer großen Rührschüssel mit den Knethaken des Handrührgeräts verkneten. Schokolade und Früchtemischung unterkneten. Zugedeckt über Nacht kaltstellen.

Am nächsten Tag die Lebkuchenmasse auf die Oblaten verteilen und etwas glatt streichen.

Ich hab bei diesem Rezept meine eigene Technik: Ich verwende die kleinen 5 cm Oblaten und einen „Makronenportionierer“.

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Hier muss der Teig nur mit einem Löffelchen in die Mulde gestrichen werden, Oblate oben drauf, dann ritsch-ratsch auf’s Blech damit.

Dadurch sieht das Ergebnis dann zwar wie eine Makrone aus (also eben eher kuppelförmig und nicht so flach wie ein Lebkuchen), das ist mir aber völlig wuppe, denn es geht einfach ungleich schneller von der Hand und der Geschmack wird dadurch ja nicht beeinträchtigt… 😉

Außerdem finde ich die Größe so auch angenehmer, denn dann ist man nicht schon von einem Lebkuchen satt…

Nun kommen die Lebkuchen in den vorgeheizten Ofen (E-Herd 175°C, Umluft 150°C, Gas Stufe 2) und werden ca. 25 Minuten gebacken.

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Nun fehlt nur noch die Glasur…

Nach dem Abkühlen die Kuvertüren grob hacken, (ggf. mit dem Kokosfett) im heißen Wasserbad schmelzen und die Lebkuchen damit bestreichen.

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Fertig!

Man könnte natürlich auch die Hälfte der Lebkuchen mit Zuckerguss bestreichen, wir mögen aber einfach lieber Schoki.

Die Lebkuchen halten sich in einer gut verschlossenen Blechdose 4-6 Wochen, wenn sie nicht vorher weggefuttert werden.

 

Es plätschert so dahin…

Nun ja, ehrlich gesagt gibt’s bei mir gerade nichts Aufregendes zu berichten. Es plätschert so dahin mit meiner Lauferei.

Mehr als dreimal pro Woche hab ich in letzter Zeit nicht hinbekommen. Dienstags und Freitags jeweils ca. eine Stunde… Einlaufen, Tempo, HIIT oder Fahrtspiel, Auslaufen… Am Wochenende dann ein längerer langsamer Lauf, diesmal war es ziemlich genau ein Halbmarathon. Auf Asphalt. Nun ja, kurz vor Schluss hat mein Fibulaköpfchen ein wenig gemuckelt, ansonsten ging es aber sehr gut, damit bin ich eigentlich ganz zufrieden, schließlich wollte ich ja kleinere Brötchen backen.

Fotos gibt’s allerdings nicht… Zum einen der Strecke geschuldet, die jetzt nicht wirklich so interessant ist, dass man sie unbedingt im Bild festhalten möchte. Der Hauptgrund für die nicht vorhandenen Fotos ist aber der, dass ich mich ja bemühen will durchzulaufen. Meiner Leidenschaft für’s „mal kurz stehen bleiben“ zu widerstehen. Weder stehen noch gehen auf den langen Läufen. Das versuche ich gerade. Und Fotos machen… das war schon immer die schönste Ausrede für mich um mal wieder kurz stehen zu bleiben, daher ist das im Moment gestrichen. 😉

(Das Beitragsbild ist somit auch nicht von heute, sondern es ist ziemlich genau vor einem Jahr entstanden, als ich bei gleicher Wetterlage – allerdings vormittags – auf genau der selben Strecke unterwegs war.)

Und stolz kann ich verkünden, dass es zumindest bei den letzten beiden langen Läufen funktioniert hat… ich bin tatsächlich komplett durchgelaufen, wenn auch sehr langsam. Aber das macht mich dann doch schon ziemlich zufrieden.

Das einzige was mir momentan noch nicht so recht behagen mag, sind die wenigen Wochenkilometer, die ich auf diese Weise zustandebringe.

Das ist wieder typisch, einerseits mosere ich rum, dass ich zu wenig laufe, andererseits fällt es mir selbst an den derzeit 2 unterwöchigen Lauftagen derart schwer, mich nach der Arbeit noch aufzuraffen und die Laufschuhe zu schnüren… Aber wenn ich mich dann mal dazu überwunden habe, ist es eben doch meistens toll!

So wie heute… eiskalt, aber Sonne und blauer Himmel, dazu der Raureif an den etwas schattigeren Stellen, die angenehm kühle Luft… herrlich! Wie so oft an solchen Tagen dachte ich mir auch heute wieder, ich sollte mir einfach öfter ein wenig Zeit schnitzen für so ein kleines Läufchen. Braucht ja nicht sooo lang zu sein. Vielleicht doch morgens vor der Arbeit, wenn ich mich danach ja nicht mehr so gerne aufraffen mag… aber um halb 5 aufstehen ist halt schon auch hart… hab ich aber vor meinem Umzug in München auch 2x/Woche gemacht… und im Nachhinein war’s immer toll, ein echter Gewinn für den Tag…

Ja, solche Dinge gehen mir durch den Kopf, wenn die Gedanken fliegen. Mal sehen, ob ich morgen früh genügend Energie aufbringe um es anzupacken… das After-Run-Müsli ist immerhin schonmal hergerichtet!

 

Quo vadis???

Quo vadis… tja… wohin soll mein (läuferischer) Weg nun gehen? Diese Frage hab ich mir in den letzten Wochen oft gestellt.

Schon seit Mitte des Jahres steht ja der Entschluss fest, dass ich mich im nächsten Jahr für keinen Ultralauf anmelden möchte. Zum einen weil ich es seit meinem Umzug und dem damit verbundenen Arbeitsplatzwechsel einfach nicht mehr gebacken kriege öfter als 3 mal pro Woche laufen zu gehen. Und das ist einfach zu wenig. Klar, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg undsoweiter…, aber dafür fehlt mir dann einfach momentan irgendwie die Energie. Außerdem kommt noch hinzu, dass ich mich gerade nicht so richtig an einen Trainingsplan halten müssen will. Also natürlich hab ich sowieso noch nie strikt nach Plan trainiert, aber trotzdem gibt’s gewisse grundsätzliche Dinge, die man einfach machen muss, sonst wird das nix. Vor allem die langen Läufe sind natürlich wichtig. Und die sollten langsam aber stetig an Länge zunehmen und sollten auch dann in den passenden Zeitabständen vor dem entsprechenden Wettkampf stattfinden. Weil diese langen Läufe aus Zeitgründen nunmal in der Regel am Wochenende stattfinden müssen ist das eigentlich kein Problem, aber da meine engsten Familienangehörigen auch weit verstreut sind und ich auch diese regelmäßig sehen möchte, ist das eben schon ein Problem. Das geht nämlich auch nur am Wochenende. Und so wichtig mir meine Lauferei auch ist, das Wichtigste auf der Welt ist nunmal die Familie. Ich möchte da nicht mit der Zeit jonglieren müssen. Wenn Familie angesagt ist, dann muss die Lauferei auch mal ne Weile warten können ohne dass ich dann ob der dramatischen Folgen in Panik verfalle.

Dies war der Grund für meine – wie ich finde – logische und vernünftige Entscheidung, das jetzt mal einfach locker zu sehen. Ich will ja trotzdem regelmäßig laufen und durchaus gerne auch regelmäßig länger, aber eben so wie es geht, wie ich Lust darauf und Spaß daran habe. So wie es mir gut tut!

Und eigentlich sollte das dann auch ausreichen, um bei Lust und Bedarf, wenn Termin und Ort es zulassen, kurzfristig bei einer Veranstaltung mit mittellanger Strecke einzuchecken und diese auch mit Spaß und Freude finishen zu können. Ambitionierte Zeitziele hatte ich ja sowieso noch nie.

Soweit so gut, wenn da nicht die Sache mit dem fehlenden „Ich-will-laufen-Gen“ wäre. Da ist bei mir nämlich das Risiko doch recht groß, dass ich viel öfter als es mir gut tut alle Fünfe grade sein lasse und mich unversehens auf dem Sofa statt auf der Laufstrecke widerfinde… Und so war das ja eigentlich nicht gedacht.

Nach unserem Mallorca- und Barcelona-Urlaub hatte ich mir erstmal sowieso eine gute Woche lang komplette Laufpause verordnet wegen einer recht hartnäckigen Erkältung, die ich einfach nicht richtig losgeworden bin. Danach hab ich’s dann auch erst recht langsam angehen lassen. Selbst für meinen Geschmack eigentlich zu langsam. Das Wetter hat da meinem Schweinehund natürlich auch noch super in die Hände gespielt.

Irgendwie brauch ich da doch wenigstens ein kleines Ziel um mich regelmäßig aufzuraffen. Aber es muss halt auch was sein, was mich nicht überfordert und was ich vor allem trotzdem nicht total uncool finde, denn sonst wird das wieder nix.

Deshalb bin ich mal ein wenig in mich gegangen und hab überlegt, was mir Spaß machen könnte. Meine Überlegungen sahen dann ungefähr so aus:

Eigentlich will ich ja nach Laune laufen und so wie ich Freude dran hab… trotzdem soll es so gestaltet sein, dass ich auch Lust habe mich halbwegs regelmäßig auf die Strecke zu begeben… Aber auf jeden Fall erstmal kleinere Brötchen backen… Ich müsste dringend mal was an meiner Grundlagenausdauer drehen… unter der Woche eher kürzere Einheiten mit HIIT, Fahrtspiel, Lauf-ABC, solche Sachen… den langen Lauf langsam, wirklich jetzt mal gaaaaanz laaaaangsam, sonst wird das nie was. Erstmal den Fokus auf lang unterwegs sein und auf Durchlaufen legen, erst dann nach und nach wieder paar mehr Höhenmeter draufpacken…

So meine Gedanken und auch mein Plan für die nächste Zeit. Am Wichtigsten ist mir, dass ich nicht den Spaß an der Lauferei verliere, weil mir alles zu viel wird. Alles andere kommt dann schon.

In meiner faulen letzten Urlaubswoche hab ich dann ausgiebig meinem zweitliebsten Hobby gefrönt, dem Lesen und mir auf diese Weise ein paar Lauf- und Motivationsbücher reingezogen. In einem dieser Bücher hab ich gelesen, dass sehr vieleTrailrunner erst Straßenläufer waren und nach mehreren Marathons dann irgendwann zum Trailrunning und Ultralaufen gekommen seien, weil sie neue Herausforderungen gesucht haben. Aha! Ahaaa! Deshalb haben andere also richtige Ausdauer und ich nicht, dachte ich mir.

Hmmmmm… ich hab auch so angefangen, dass ich in meinem damaligen Wohnviertel die Gehwege belaufen hab um dann nach 2x Halbmarathon die Lauferei wegen Kniebeschwerden gleich wieder ganz aufzugeben. Dann hab ich viele viele Jahre später wieder vorsichtig angefangen und bin im Prinzip durch Zufall auf einem matschigen Wurzeltrail im Wald gelandet. Und weil ich daran einfach auf Anhieb so viel Freude hatte, bin ich direkt beim Trailrunning geblieben. Zwar immer gemütlich und immer hinten dran, aber immerhin hab ich auf diese Weise schon 70 km gefinisht.

Aber einen Straßenlauf? Einen Marathon auf Asphalt? No way!!! Nie im Leben konnte ich mir das vorstellen. Wie soll man daran Freude haben, die ganze Zeit gradaus im gleichmäßigen Schlappschlurchschritt immer der Straße nach… puh, das halt ich mental nicht durch. Hut ab vor jedem, der sowas kann. Aber mir ist das nix. Dachte ich.

Aber dann ging mir das nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht möchte ich mir – nur als kleines Intermezzo, nur um zu wissen, wie sich sowas anfühlt – ja doch einmal im Leben so einen Straßenmarathon ausprobieren. Irgendwo in einer coolen Stadt. Und selbstverständlich auf keinen Fall mit einem Zeitziel. Nur durchkommen und die sicherlich vielen und so ganz anders als gewohnten Eindrücke in mir aufnehmen. Ohne gezielten Trainingsplan, ohne Druck, Training so wie es mir möglich ist, auf Trails natürlich und ausnahmsweise dann halt auch mal vermehrt auf Asphalt. Nur mit Laufen aus Freude auf jeden Fall.

Ja, das könnte ein Ziel sein für’s nächste Jahr. Natürlich nur, wenn meine Knie und sonstige Stellage das Asphaltlaufen aushalten. Ich denke aber, dass inzwischen meine Muskulatur um die Knie herum viel besser ist als damals und ich werde auch nicht wieder den Fehler machen, die Umfänge zu schnell zu steigern.

Schauen wir mal…

Aber als erstes schau ich jetzt mal nach meinen Weihnachtsplätzchen, die müssen nämlich aus dem Ofen.  😉

 

 

 

Ähm… nööö… Schwimmzeug nehm ich nicht mit!

Mallorca!… Nein, nicht nach El Arenal!!!!… Ins Tramuntana-Gebirge!… Zum Laufen… und Wandern… und Genießen!… Dochdoch, da gibt’s schon auch Strände, aber das ist halt nicht so meins…

So in der Art sind ziemlich alle Gespräche verlaufen, wenn ich vor unserem Urlaub gefragt wurde, wo es denn hingehen soll.

Ja, auf „Malle“ gibt es tatsächlich auch genügend Ecken, denen ich was abgewinnen kann. Eine ganze Menge sogar! Weiterlesen

Hach… Herbst!

Endlich, endlich sind die Temperaturen wieder in einen Bereich gesunken, in dem ich mich so richtig wohlfühle beim Laufen! Heeeeerrrrrlich!!!

Meinen heutigen Nachmittagslauf hab ich so richtig genossen. Noch ist es warm genug um in kurz/kurz zu laufen bzw. heute hatte ich zu den Shorts ein dünnes Merino Longsleeve an, aber bereits nach 5 Minuten mussten die Ärmel bis über die Ellbogen hinaufwandern. Ist schon prima, wenn man einfach los kann, ohne an Jacke und sonstigen Kram denken zu müssen. Vor allem aber kann man endlich wieder auf die kürzeren Runden ohne Wasser mitschleppen zu müssen! Das ist eine ungemeine Erleichterung, finde ich. Vielleicht bin ich da auch ein bisschen empfindlich, aber ich laufe halt in der Regel mit offenem Mund und bei Hitze ist der dann schon nach kürzester Zeit unaushaltbar trocken, so dass ich entweder ausreichend Wasser dabei haben  oder unterwegs zum Apfeldieb werden muss. 😳 Weiterlesen

Gute-Laune-Tag in Bad Urach

Wer weiß – vielleicht war das ja jetzt das letzte Wochenende mit diesem herrlichen Spätsommerwetter…

Das wollten wir unbedingt nochmal ausnutzen und zu diesem Zweck hat Simone für uns eine herrliche Strecke ausgesucht  ❤ . Wir haben direkt in Bad Urach geparkt und bereits nach wenigen Metern führte uns eine Treppe steil nach oben aus der Stadt hinaus und direkt auf den Trail. Bis auf ein kurzes und nicht unangenehmes Stückchen Forstweg und ein paar Meter an einer Straße lang konnten wir uns ausschließlich auf Trails vom Allerfeinsten austoben. Weiterlesen

Ruhigere Zeiten…

Huiuiui, jetzt hab ich aber schon lange nichts mehr von mir hören lassen! Allerdings muss ich sagen, dass es auch einfach nichts wirklich Interessantes zu berichten gab.

In den letzten Wochen seit unserem verkürzten APUT waren meine wöchentlichen Laufkilometer nicht so gering wie schon lange nicht mehr. Erst hat noch tagelang meine Achillessehne ordentlich gezwickt und als ich dann nach einer guten Woche zum ersten kurzen Lauf gestartet bin war es das völlige Fiasko! Total schlapp und kurzatmig hab ich mich gefühlt, obwohl ich bewusst langsam gelaufen bin. Ich war ja nur auf der Neckarrunde unterwegs, keine irgendwie geartete längere Strecke, keine Höhenmeter. Trotzdem musste ich tatsächlich einen guten Teil der Strecke gehend hinter mich bringen. Voll peinlich und nicht gerade sonderlich motivierend. Natürlich war es ziemlich warm und schwül, aber sowas hatte ich schon lange nicht mehr erlebt. Also nochmal einige Tage Pause. Pfffffff….

Woher dieses Tief jetzt genau kam… ich weiß es nicht. Zum einen war da in den letzten Tagen und Wochen diese schwüle Dauerhitze. Und wenn man in der Arbeit den ganzen Tag bei einer Raumtemperatur von über 30 Grad zubringen muss, reizt es einen (oder mich zumindest) eher weniger dann am freien Nachmittag auch noch in der Sonne herum zu rennen. Zum anderen liegt es vielleicht auch daran, dass es mir ja aufgrund meiner Fahr- und Arbeitszeiten nicht an jedem beliebigen Tag möglich ist laufen zu gehen. Unter der Woche geht eigentlich nur Dienstag- oder Freitagnachmittag. Da entsteht dann natürlich ungewollt auch ein gewisser Druck, denn wenn man dann an diesen beiden Nachmittagen eben gerade einfach keine Lust hat, fehlen eigentlich wichtige Einheiten und man kommt halt erst recht nicht auf die angestrebten Wochenkilometer (die in meinem Fall eh von Haus aus schon ziemlich wenig sind) . Trotzdem hab ich mich in letzter Zeit gelegentlich dieser Lustlosigkeit hingegeben bzw. es vorgezogen, dem Hitzesiechtum mit möglichst wenig Bewegung und der Einverleibung von größeren Mengen Speiseeis beizukommen.

Na ja, wenigstens ein paar ganz nette Fotos sind bei meiner kurzen Lauferei zustande gekommen:

Da wir ja eigentlich noch zum Schwarzwaldmarathon Anfang Oktober angemeldet sind, hab ich aber wenigstens die langen Läufe am Wochenende zusammen mit Simone durchgezogen. Vor diesem Marathon hab ich schon großen Respekt, er ist ja kein Trail sondern ein Landschaftslauf und von den Höhenmetern her so angelegt, dass man die Strecke eigentlich durchläuft, denke ich mal. Aber Durchlaufen war ja noch nie so meins, ich mag lieber zwischendrin Geh- oder auch sehr gerne kurze Stehpausen, deshalb kommen mir auf Trailstrecken im stärker profilierten Gelände die Anstiege eigentlich immer sehr entgegen.

Um diesem Durchlaufproblem ein wenig entgegenzuwirken, sind wir vor einer Woche als langen Lauf eine Runde hauptsächlich auf Asphalt gelaufen, zwar auch mit 90 Sekunden Gehpause immer nach 3 km, aber 90 Sekunden können ganz schön kurz sein und ich konnte eben nicht stehen bleiben oder gehen, wann immer mir danach war, sondern ausschließlich wenn wieder 3 km absolviert waren. Obwohl wir halbwegs beizeiten los sind, wurde es schnell sehr warm und ich fand den  Lauf wirklich super anstrengend, obwohl er mit 24 km ja jetzt nicht soooo besonders lang gewesen ist. Aber ich hab’s durchgehalten und war dann seit Langem endlich mal wieder zufrieden mit mir.  Zum Gutteil hab ich das allerdings auch meiner Frau zu verdanken, die mich begleitet hat, obwohl sie von den vorangegangenen Tagen bereits 2 Läufe über 20 km und auch mit Höhenmetern in den Beinen hatte!  ❤

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Inzwischen sind wir uns trotzdem gerade nicht ganz schlüssig, ob wir am Schwarzwaldmarathon tatsächlich teilnehmen wollen, da wir derzeit einfach so viel um die Ohren haben und vor allem wir auch beide bei der Arbeit ständigem Stress ausgesetzt sind, so dass wir uns eigentlich nicht auch noch in unserer Freizeit stressen wollen. Eigentlich haben wir viel mehr Lust, gerade einfach das zu machen, was uns in den Sinn kommt, Freude macht und zum Wetter passt. Lang, kurz, mal schneller, mal gemütlich, Trail, Waldweg, Asphalt. Frei nach Schnauze. Keine Lust im Dauerpiss oder auch bei Mörderhitze stundenlang unterwegs zu sein, nur weil einTrainingsplan das vorsieht.

Auf jeden Fall haben wir beschlossen für nächstes Jahr erstmal keine Wettkämpfe einzuplanen. Wenn es sich doch mal ergeben sollte, dass uns eine Veranstaltung anlacht, die zu unserem Trainingszustand passt, kann man ja ggf. trotzdem spontan noch teilnehmen. Das ist der Plan. Der nimmt viel Druck raus erstmal. Ich freu mich sehr darauf. Das heißt ja auch nicht, dass wir weniger laufen werden, sondern nur, dass wir nach Lust und Laune laufen und kein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn an einem Wochenende wegen anderweitiger Aktivitäten oder Verpflichtungen eben mal kein langer Lauf stattfindet.

Dieses Wochenende haben wir gleich mal damit angefangen, das Lust und Laune-Prinzip anzuwenden, denn dieses Wochenende hat uns endlich die ersehnte Abkühlung beschert. Eigentlich hätte am Sonntag der trockenere Tag sein sollen, daher haben wir einen Familenbesuch auf den Samstag gelegt, der dann aber lange trocken geblieben ist. Am Sonntag dann Dauerregen. Dass wir nicht schon wieder Lust auf einen Asphaltritt haben, darüber waren wir uns einig. Bei trockenem Wetter wären die Trails bei den Uracher Wasserfällen schön gewesen, aber so haben wir dann spontan beschlossen, wenn es schon mal nass ist, unsere neuen für den Herbst angeschafften Schätzchen zu testen. *grins*

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Gesagt – getan: Zum Galgenberg wollten wir unsere Schühchen ausführen – Simone ihre nigelnagelneuen Salomon S-LAB Speed, ich meine nigelnagelneuen inov8 X-TALON 225. So macht auch Regenwetter Spaß.

Ich kann ja hier jetzt nur meinen ersten Eindruck von den X-TALON zum Besten geben und der ist schon mal wirklich super! Mit der nicht sehr ausgeprägten Dämpfung und dem groben Stollenprofil ist er BOMBE auf etwas weicheren Böden. Wald- und Wiesenwege, auch Schotterwege und natürlich Matsch sind sein Metier. Aber auch auf den zwischendurch unvermeidlichen (kürzeren) Asphaltstreckenanteilen hat sich das Laufen nicht gleich unangenehm angefühlt und die Sohle hatte auch trotz der groben Stollen auf dem nassen Asphalt deutlich besseren Grip als beispielsweise mein Speedcross 3. Auf lange Strecken würde ich mich jetzt aber nicht damit wagen, bei uns waren es gestern 17 km mit ein paar Höhenmetern dabei, dafür war er genau richtig.

Und das Wichtigste: Das Laufen gestern hat endlich mal wieder so richtig Spaß gemacht! Sooo herrlich, endlich angenehme Temperatur, der leichte Regen im Gesicht, gelegentlich auch mal ein nasses Zweiglein. Der lange nicht mehr erlebte Duft von nassem Gras, Erde, Holz, Wald…. Die wunderbar klare und feuchte Luft hat meinen Bronchien gut getan. Und nicht zuletzt: Die Farben, die nun doch schon deutlich in Richtung Herbst gehen. Das Bunte wird abgelöst von braun-grün-gelb-orange.

Ach ja: Neulich Kontrolle der Lungenfunktion und Belastungs-EKG: Nach wie vor leichte Obstruktion, aber auch nicht schlechter geworden und über mein Belastungs-EKG war der Arzt erstaunt und allerhöchst zufrieden  😉 .

Türkischer Zucchinikuchen

Nachdem ich momentan schon nicht über’s Laufen schreibe (es gibt einfach nix Neues zu berichten… es läuft… allerdings eher langsam und an längere Strecken muss ich mich gerade auch erst wieder langsam rantasten…), dachte ich, ich stelle wenigstens mal wieder ein Rezept hier ein…

Dieses hier hab ich irgendwann letztes Jahr mal in einer Zeitschrift entdeckt und seither hängt es am Kühlschrank auf dass es mal getestet werde.

Heute war es nun endlich soweit. Das Ganze ging recht flott vonstatten, ist noch dazu super easy zu machen und gerade bei den derzeitigen hohen Temperaturen das perfekte Essen. Ich finde, ein Tomatensalat würde noch super dazu passen. Weiterlesen

Wie aus dem Allgäu Panorama Ultra Trail ein schöner Marathon wurde

Am letzten Sonntag fand nun also der Allgäu Panorama Ultra Trail statt, zu dem wir schon seit ewiger Zeit angemeldet waren.

Die Zuversicht diesen tatsächlich zu rocken, war bei mir allerdings seit Monaten verschwunden. Insbesondere mein deutlicher Trainingsrückstand ließ mich zweifeln. An Pfingsten sind wir ja das Schlussstück der Strecke (ab Oberstdorf) mal abgelaufen, von da an war ich mir dann sicher, dass das für mich niemals innerhalb der vorgegebenen Zeitlimits zu schaffen sein wird. Schon gar nicht, wenn ich vorher schon fast 50 km in den Beinen habe.

Innerlich hatte ich mich also schon mal vom Heinzebausch gelöst (meine ureigene Bezeichnung für die APUT Finisher-Trophäe, ein aus Eisen geschmiedetes Läuferlein auf einem Granitstein) und der geänderte Plan lautete nun, einfach einen schönen Tag zu verbringen und zu laufen, soweit ich innerhalb der Cutoffs eben komme. Weiterlesen