Hach, heute hat’s nun doch endlich mal geklappt mit dem Morgenlauf. Erstmal nur ne halbe Stunde, meine Wade fand das anscheinend ok. Das erste Stück konnte ich mit Simone zusammen laufen und wir haben sogar den Sonnenaufgang über dem Meer gesehen. Was für ein wunderbarer Start in den Tag! 

Heute wollten wir dann mal nach Betancuria fahren. Dort gibt’s ein wenig mehr Grün und mehrere kürzere Wandermöglichkeiten. Bei der heutigen Hitze wäre Laufen eh nicht so ideal gewesen und so wollten wir es heute ganz gemütlich angehen. 

Auf dem Weg dorthin machten wir erst kurz Halt an einem sehr schönen Aussichtspunkt, von dem aus man auch nochmal die Sandwüste am Übergang zur Halbinsel Jandia sehen konnte. 

Anschließend entschieden wir uns für einen Abstecher nach Ajuy, dort gibt es einen kleinen schwarzen Strand mit mordsmäßigen Wellen. Und vor allem gibt’s dort eine Steilküste mit vielen ausgewaschenen Höhlen und vorgelagerten Felsen. Es ist ein wunderbares und sehr beeindruckendes Schauspiel, dort dem Meer dabei zuzusehen, wie es Strudel und Walzen bildet, schäumt, spritzt und tost.

Unglaublich, dass es hier solche Naturschätze zu sehen gibt, ohne dass man Parkgebühr oder Eintritt zahlen muss und ohne dass es touristisch überlaufen ist. Die meisten Touristen auf Fuerteventura scheinen sich wohl nur im Dunstkreis ihrer Hotels zwischen Pool, Hotelstrand und Speisesaal aufzuhalten… Kaum zu glauben, aber uns soll’s recht sein. 😉

Aus unserer Weiterfahrt nach Betancuria wurde dann allerdings nix. Auf dem Rückweg von der Steilküste überfiel mich schon wieder ein heftiger Migräneanfall und ich konnte mich gerade noch so zum Auto schleppen. Drin war eine Bullenhitze, ich glaube heute hatten wir 32 Grad. Fahren hätte ich nicht ausgehalten, in einem Restaurant zu sitzen war auch nicht vorstellbar. Aber ich musste unbedingt aus dem Wind. Eine Tablette hatte ich diesmal sofort genommen, trotzdem ließ die Wirkung auf sich warten. Meine arme Simone, der ich schon wieder den Tag zerschossen habe, hat sich wie immer rührend um mich gekümmert ❤ , mir zur Ruhe verholfen und mir dann sogar in einem Restaurant einen Beutel mit Eiswürfeln besorgt. Nach einer knappen Stunde war der Spuk vorbei und es gab noch ein schönes kaltes alkoholfreies Bier zur Erfrischung vor der Weiterfahrt. Nur war jetzt die Zeit schon zu knapp für Betancuria, deshalb beschlossen wir, gemütlich zurück zu fahren – mit dem ein oder anderen Fotostop – und uns dann im Hotel noch Kaffee und Kuchen zu gönnen. 

Auch auf dem Rückweg boten sich uns nochmal atemberaubende Landschaften. Was für ein Glück wir doch haben, dies alles erleben zu dürfen!

So war auch dies wieder ein wunderbarer und erlebnisreicher Tag, wenn er auch anders verlaufen ist als ursprünglich geplant. 

Fuerteventura Teil 3

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