Fuerteventura Teil 2

Ja doch, ich berichte noch ein wenig. Wie heißt es so schön? „Wenn man was erlebt, dann kann man was erzählen.“… oder so ähnlich. 😉

Um es gleich mal vorwegzunehmen: Nein, gestern früh war ich dann doch nicht laufen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich als Dreingabe zu den ganzen Befindlichkeiten der letzten Zeit seit gut 2 Wochen auch noch mehr oder weniger regelmäßig von Migräneattacken der ganz fiesen Art heimgesucht werde? Na ja, jedenfalls wurde ich gestern früh um halb sechs von so einem Oschi geweckt und trotz umgehender Tabletteneinnahme und dekorativer Platzierung eines eisgekühlten Coolpacks an strategisch günstiger Stelle war es dann schon zu spät für einen Morgenlauf, als es mir endlich wieder gut ging. 

Nach dem wie immer köstlichen Frühstück sind wir dann dafür zu einer herrlichen Wanderung gestartet, die dem 3-Küsten-Rundweg ganz am unteren Ende der Halbinsel Jandia folgte mit einem kleinen Abstecher nach Los Salvajes. Da wir eh die Trinkrucksäcke mitnehmen mussten um ausreichend Wasser dabei zu haben, konnten wir es uns dann natürlich doch nicht verkneifen, das ein oder andere Stück zu laufen. Diese Landschaft… so unbeschreiblich schön, da kann man einfach nicht anders! Meine Wade hat’s ausgehalten und es hat soooo gut getan. 

Bis mich dann etwa auf halber Strecke innerhalb weniger Minuten wieder ein Migräneanfall mit aller Macht total lahmlegte. Ich konnte nur noch dullig vor mich hin stolpern und hab vom Rest der Strecke leider nicht mehr allzuviel mitbekommen. Eine Tablette hatte ich zwar dabei, aber zum einen hatte ich Zweifel ob sie überhaupt wirken würde, da die Schmerzen bereits so heftig waren. Zum anderen hatte ich ja in der Früh bereits eine genommen und wusste nicht, was der weitere Tag noch bringen würde. Außerdem hab ich langsam Sorge, dass mein Vorrat nicht reichen könnte, bis wir wieder zu Hause sind. Na ja, und weil stehen bleiben in der prallen Sonne bei gut 30 Grad ohne jeglichen Schatten auch gar nicht vorstellbar gewesen wäre, kam also nur langsam weitergehen in Frage. Ich schätze mal, ich muss ziemliche Ähnlichkeit mit einem Zombie gehabt haben.

Aber siehe da, kurz vor Ankunft am Start- und Zielort waren die Schmerzen fast verschwunden, so dass wir noch kurz einkehren und uns eine kalte Limo und ein Käffchen gönnen konnten. 

Danach ging’s mir sogar wieder so gut, dass wir noch zum Strand von Cofete  gefahren sind zu einem langen und wunderschönen Spaziergang. Dieser Strand ist etwas ganz Besonderes, einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. Für mich bricht er sämtliche Superlative. Ewig lang, sehr sehr breit, große brechende Wellen, fast menschenleer. Von Bergen begtenzt und mit Blick auf eine Sandwüste! Keinerlei Hotels, Restaurants oder sonstiges touristisches Gedöns. Einfach perfekt und traumschön. 

Am späten Nachmittag ging’s dann über abenteuerliche, unbefestigte kurvige Sträßchen wieder zurück zum Hotel, wo wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen eingetroffen sind. 

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