Ähm… nööö… Schwimmzeug nehm ich nicht mit!

Mallorca!… Nein, nicht nach El Arenal!!!!… Ins Tramuntana-Gebirge!… Zum Laufen… und Wandern… und Genießen!… Dochdoch, da gibt’s schon auch Strände, aber das ist halt nicht so meins…

So in der Art sind ziemlich alle Gespräche verlaufen, wenn ich vor unserem Urlaub gefragt wurde, wo es denn hingehen soll.

Ja, auf „Malle“ gibt es tatsächlich auch genügend Ecken, denen ich was abgewinnen kann. Eine ganze Menge sogar!

An Tag 1 in aller Herrgottsfrühe um 6:15 Uhr startete unser Flug mit Destination Palma de Mallorca und um 9 Uhr saßen wir bereits in unserem Mietwagen. Unser Plan sah vor, dass wir von Palma aus direkt nach Sant Elm in der Nähe von Port Andratx fahren und gleich mal die Insel mit einem schönen Lauf begrüßen wollten, weil es ja sowieso noch zu früh war um in unserem Hotel in Port de Sóller einzuchecken.

Bereits als wir den Flughafen verlassen haben, hat es ganz leicht getröpfelt und direkt, nachdem wir dann mit unserem kleinen Flitzer losgefahren sind, wurde aus dem Tröpfeln ein ausgewachsener Regen. Hmmmm…. So war das eigentlich nicht gedacht…

Wir fuhren dann trotzdem erstmal Richtung Andratx, denn auf alle Fälle wollten wir dann über die Küstenstraße nach Port de Sòller fahren. Die Strecke ist so zwar deutlich länger und sehr kurvig, hat aber genau deshalb viel höheren Erlebniswert und es gibt so unenedlich viel zu sehen!

Erstmal mussten wir sowieso noch Wasser für unsere Trinkblasen besorgen. Inzwischen goss es in Strömen, aber kurz nachdem wir uns einen Plan B überlegt hatten, wurde der Himmel heller und schließlich hörte der Regen auf. Also doch nach Sant Elm. Unterwegs steuerten wir einen Parkplatz am Straßenrand an um uns umzuziehen und als wir schließlich an unserem gewünschten Startpunkt angekommen waren, strahlte tatsächlich die Sonne! URLAUB! WIR KOMMEN!!!

Unser Ziel war die Klosterruine La Trapa, anschließend machten wir noch einen Abstecher zum Torre Cala en Basset, der hoch über der Küste thront. Unterwegs hatten wir einen schönen Blick auf Sa Dragonera, die Dracheninsel. Wo man auch hin sah, überall gab es wunderschöne Ausblicke.

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Hier war der Start in Sant Elm

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Ende des Abenteuerwegs am Zaun, aber offensichtlich waren wir nicht die Ersten, die durch das Loch hindurchgestiegen sind… 😉

Ich kannte ja das Tramuntanagebirge bereits, aber nun war auch Simone hin und weg und auch auf unserer Weiterfahrt wuchs die Begeisterung mit jeder Minute noch weiter!

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Unterwegs nach Port de Sóller

Um den Bericht nicht über Gebühr in die Länge zu ziehen, will ich über die weiteren Läufe und Wanderungen hauptsächlich Bilder sprechen lassen, versehen mit kurzen Anmerkungen.

Tag 2: Von Biniaraix zum Stausee Cúber und wieder zurück

Eine wunderschöne Strecke, die über einen alten Pilgerpfad entlang des GR 221 führt, daher herrscht hier reger Wanderbetrieb. Dennoch hatten wir Glück und waren die meiste Zeit über ganz für uns allein unterwegs.

Nach der Umrundung des Stausees machten wir uns wieder auf teilweise abgewandelter Strecke auf den Rückweg.

Tag 3: Runde oberhalb Port de Sóller

Da sich seit dem Vorabend bei mir dicker Schnupfen und Halsschmerzen breitgemacht hatten, gab es an diesem Tag einfach einen gemütlichen längeren Spaziergang durch schöne alte Olivenhaine und mit tollen Ausblicken auf Port de Sóller.

Tag 4: Formentor/Cala Murta

An diesem Tag sind wir zur Halbinsel Formentor gefahren und haben eine kleine Wanderung an die Cala Murta sowie den Aussichtspunkt El Castellet unternommen. Am Rückweg haben wir uns noch die Cala Figuera angesehen, oberhalb derer wir unser Auto geparkt hatten.

Tag 5: „Geheime Pfade“

Heute haben wir ein paar abenteuerliche Schleichwege in Port de Sóller ausgekundschaftet und anschließend noch dem Torre einen Besuch abgestattet. Dabei haben wir wieder atemberaubende Ausblicke genossen sowie eine kleine sehr abgelegene Bucht entdeckt.

Tag 6: Von Port de Sóller Richtung Sa Calobra zum Col de Biniamar

Endlich konnte ich wieder laufen, meine Erkältung war weitgehend durch. Eigentlich hatten wir geplant mit dem Bus nach Deià zu fahren und von dort aus zurück zu laufen, anschließend wollten wir dann ggf. noch was dranhängen, abhängig davon wie ich mich fühle. Da der Bus nach Deià aber proppenvoll war und dementsprechend auch Horden von laut durcheinanderquasselnden Wandergruppen auf dem Weg zu erwarten waren, fiel es uns nicht schwer, auf dieses Erlebnis zu verzichten. Gut, dass wir gleich eine Alternative in petto hatten. Praktischerweise war der Startpunkt ganz in der Nähe. Die Strecke war einfach nur wunderschön und wir waren sehr froh uns dafür entschieden zu haben. Wenn sie auch länger war als für mich ursprünglich an diesem Tag geplant. Daher war ich dann am Ende ganz schön k.o. und es kam wie es kommen musste… Abflug war mal wieder angesagt, ich hab mal wieder eine Wurzel übersehen. Aber nix passiert… nur geschürft und geprellt. Für den Rest unseres Urlaubs sah ich nun ziemlich cool aus mit meiner Trailschramme! 😉

Huiui und sehr sehr warm war es an diesem Tag auch, wir mussten unsere Trinkvorräte ganz schön einteilen und als wir am Ende zurück in Port de Sóller waren, ging’s direkt in den Supermarkt, eisgekühlte Zitronenlimo und Schokomilch holen. Hammer, tat das gut, beides war sooo krass kalt! Zitat von Simone: „Da freezt’s Dir ja voll den Gaumen weg!!!“  ❤   🙂

Tag 7: Tossals Verds

An unserem letzten Mallorca-Tag gönnten wir uns dann nochmal eine unglaublich schöne Wanderung rund um das Tossals-Verds-Massiv. Ein weiteres Highlight…

Es ist wirklich immer wieder unglaublich, wie wunderschön und abwechslungsreich diese Insel ist. Und auf alle Fälle ist sie mehr als „nur“ eine Bade- und Partyinsel! Viel mehr!!!!

Zum Schluss gönnten wir uns als Kontrapunkt noch ein paar Tage Barcelona. Was für ein Unterschied, das quirlige Treiben in dieser unglaublichen Stadt! Auch dort waren wir natürlich noch einmal laufen, denn wir wollten uns unbedingt die Trails im direkt nördlich der Stadt gelegenen Nationalpark Serra de Collserola ansehen, die teilweise ganz schön steil sind.

Ansonsten lag hier der Focus auf Bummeln und Schlemmen, schließlich hatten wir uns in den letzten Tagen ja auch ausreichend bewegt.  😉

4 Gedanken zu “Ähm… nööö… Schwimmzeug nehm ich nicht mit!

    • Danke Dir! Ja das stimmt, vor allem beim momentan hier vorherrschenden Wetter… Ich hab mir auch erst gestern wieder die Fotos angeschaut und wäre am liebsten gleich wieder in den Flieger gestiegen. 😉

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