Geschnaufe beim Gelaufe…

Heute war wieder mal die Hohenneuffen-Classic-Runde angesagt. Joa… also heute fand ich sie ehrlich gesagt schon ganz schön anstrengend, vor allem am Anfang…

Nach meinen Problemen mit der Atmung am letzten Wochenende war ich an meinem freien Montagvormittag bereits vor dem Frühstück nochmal gaaaaanz langsam die 10 km Neckarrunde gelaufen um mich mit ihr wieder zu versöhnen (sehr sehr schön, in der angenehm frischen Morgenluft!) . Am Dienstag war ich dann beim Doc. Und ich hatte wohl Recht mit meiner Vermutung, er meint auch, dass es sich um allergisches Asthma handelt. Es werden noch weitere Untersuchungen folgen, aber erst im September. Da ich bisher diese Beschwerden ja noch nicht so oft hatte, soll ich erstmal zuwarten und beobachten. Laufen darf ich aber. Nur soll ich mich nichtallzu sehr anstrengen dabei und ich hab ein Dosieraerosol bekommen, das ich für alle Fälle immer bei mir tragen soll.

Anschließend war ich dann am Dienstag nochmal ein langsames halbes Stündchen unterwegs, damit ich wenigstens ein klein bisschen gelaufen bin diese Woche. Theoretisch hätte ich ja auch gestern nachmittag nochmal Zeit gehabt, aber nach der Arbeit hab ich mich müde und irgendwie platt gefühlt und hatte keine Lust auf Laufen. Stattdessen hab ich mich dann den „gutbürgerlichen“ Wochenendeinläutetätigkeiten wie Einkaufen und Kuchen backen gewidmet. 😉

Schließlich stand ja dafür dann für heute der Hohenneuffen auf dem Programm. Es gibt dort viele Varianten, wie man laufen kann, aber da ich nicht wusste wie es heute mit meiner Schnauferei aussieht, hatte ich mir die Classicrunde gewünscht, denn zur Not hätte ich dann auch abkürzen können.

Wir sind wie immer ab Linsenhofen langsam los, der Start auf flacher Strecke ging gut und locker. Ich bin auch wirkllich langsam gelaufen. Aber bereits beim ersten Anstieg sind meine Gedanken ständig um das Thema Atmung gekreist, was gar nicht gut war für den Kopf. Entsprechend anstrengend fand ich das Ganze. Als es dann so langsam auf den Hohenneuffen rauf ging, wurde es natürlich nicht besser… Eher im Gegenteil, jetzt kamen noch blöde Gedanken dazu, weil da jetzt schon wieder was ist, das mich beeinträchtigt und mich zurückwirft. Zeitweise musste ich mal wieder mit den Tränen kämpfen. Und ich war einfach sehr sehr langsam, nicht, weil ich mich nicht mehr schneller getraut habe, sondern weil ich einfach nicht schneller konnte. Simone war so lieb und hat immer auf mich gewartet  ❤ , mich motiviert und mir Musik auf den Ohren empfohlen, um mich abzulenken und somit aus dem Gedankenkreisel rauszukommen. Es hat zwar noch eine Weile gedauert, bis mein innerliches Gejammere verstummt ist, aber irgendwann hat’s dann doch funktioniert. Zum Glück… vom Jammern wird’s ja auch nicht besser. Und schließlich hat sich dann doch auch die Kämpferin in mir noch ein wenig blicken lassen. Zumindest bin ich die komplette Runde gelaufen ohne abzukürzen und immerhin konnte ich auch alle Anstiege laufen ohne zwischendurch ins Gehen wechseln zu müssen. Und ein paar Wadenzwicker sind auf der Strecke schon dabei. Also summa summarum gar nicht sooooo übel.

Ich werd halt einfach auch weiterhin im Rahmen meiner Möglichkeiten mein Bestes geben. Es nervt zwar tierisch, dass ich anscheinend ständig „hier!!!“ schreie, wenn die Beeinträchtigungen verteilt werden, aber mal ehrlich: Es gibt da wirklich Schlimmeres, eigentlich sollte ich dankbar sein, dass es mir ja meistens gut geht.

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Oben angekommen!

Nachdem wir oben auf der heute schon sehr von Touris bevölkerten Burg Hohenneuffen die immer wieder wunderschöne Aussicht gebührend bewundert hatten (erstaunlich… die dunklen Wolken hatten wir vorher gar nicht bemerkt…), ging’s dann wieder zurück Richtung Linsenhofen.

 

Auf der Downhillwiese mit den inzwischen leeren Kirschbäumen haben die vielen hübsch anzusehenden Blümchen so sehr zum Verweilen eingeladen, dass wir einfach nicht widerstehen konnten… hihihi, es gab eine kurze Blödelpause – sowas muss auch mal drin sein! 😉

 

Von hier aus war es nun nicht mehr weit…

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Nochmal ein schöner Blick zurück zum Hohenneuffen

Am Auto haben wir noch das obligatorische Obst und Regenerationsgetränk genossen (wunderbar, darauf freue ich mich immer riesig!), danach ging’s zurück nach Hause.

 

 

4 Gedanken zu “Geschnaufe beim Gelaufe…

  1. Hallo Katja,

    verständlich dass der Kopf da erstmal eine große Rolle gespielt hat, aber die Tatsache, dass du es geschafft hast sollte dir Selbstvertrauen geben. Mit der Zeit lernst du sicher die Signale deines Körpers gut zu deuten und wirst wieder sicherer. Du hast dann ja auch deine tolle Unterstützung und Ruhepol meist bei dir 🙂

    Gefällt 1 Person

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