Was pfeift denn da?

Eigentlich sollte das heute ein Ü30-Lauf werden. So war der Plan, als Simone und ich heute am späten Vormittag losgelaufen sind. Allerding sollte es dann für mich doch  etwas anders kommen…

Das Wetter war angenehm, sonnig mit Wölkchen, noch nicht zu heiß, gelegentlich ein angenehmes Lüftchen. Wir wollten die Ü20-vor-der-Haustür-Runde in erweiterter Form laufen. Simone hatte da neulich einen neuen Abschnitt eingebaut, nachdem wir ja unsere alte Runde nicht mehr wie gewohnt laufen können, da momentan der Aichsteg erneuert wird und deshalb gesperrt ist.

So starteten wir erstmal in gewohnter Weise Richtung Galgenberg. Es lief recht gut, den steilen Fußweg kurz hinterm Schwimmbad hab ich heute wider Erwarten erstaunlich gut geschafft, ich konnte danach auch gleich weiter laufen ohne erstmal eine Verschnaufpause einlegen zu müssen, das hat mich sehr gefreut. Als wir dann später oben auf der Höhe waren, liefen wir auf den Wiesenwegen entlang der Felder  in umgekehrter Richtung wie sonst. Hier hatte ich dann schon erste Schwierigkeiten, Simone hinterher zu kommen, obwohl wir gerade eigentlich flach unterwegs waren (für mich ging es aber gefühlt immer leicht bergauf). Dann noch ein Trail durch den Wald und kurz ein Stück am Waldrand entlang, schon ging es auf den neuen Streckenteil.

Ich war schon ganz gespannt! Der neue Abschnitt führt abermals über einen wunderschönen Wiesenweg mit Blick auf das Aichtal hinunter nach Grötzingen. Dort gibt es eine Brücke über die Aich und somit für uns die Möglichkeit, ein Stück weiter unten dann die Grötzinger Straße überqueren zu können und so zu dem schönen Trail im Föllbachtal zu gelangen, den wir so gerne mögen.

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Die Brücke über die Aich in Grötzingen. Über die Wiese da oben sind wir runter gekommen.

Wir bogen also in den neuen Streckenabschnitt ein, dieser Wiesenweg war herrlich! Der Blick über das Tal war wirklich sehenswert, es wehte ein angenehmes Lüftchen und außerdem ging der Trail tatsächlich leicht bergab. Ich aber hatte trotzdem richtig Mühe, Simone zu folgen. Sie lief eigentlich gar nicht so schnell, aber ich war langsam wie eine Schnecke und trotzdem total schlapp. Bevor es runter nach Grötzingen ging, hat Simone dann wieder auf micht gewartet. Als ich bei ihr ankam, wollte ich etwas sagen, aber die Worte kamen irgendwie abgehackt aus meinem Mund, begleitet von einem Pfeifen, das sich auch ohne Sprechen beim Ausatmen fortsetzte. Außerdem hatte ich das Gefühl, gar nicht richtig ausatmen zu können, die Luft ging nicht richtig raus aus meiner Lunge. Ein komisches Gefühl! Sofort hab ich mich daran erinnert, dass ich das schon einmal hatte. Im Frühjahr. Auch beim Laufen, allerdings  mehr gegen Ende des Laufes hin. Damals standen wir auf dem Jusi. Bereits damals dachte ich mir, so stelle ich mir Asthma vor. Aber da es seither nicht mehr aufgetreten war, hatte ich diesen Vorfall schon wieder ganz vergessen. Tja, Mist, jetzt muss ich das natürlich doch abklären lassen, das ist klar. Und was das für Konsequenzen im Hinblick auf den APUT hat, kann ich jetzt auch noch nicht absehen.

Aber zunächst standen wir ja nun auf dieser Wiese. Also liefen wir langsam weiter. Ich hab mich dann auch irgendwie gar nicht mehr getraut schneller zu laufen, aber es tat mir leid, dass Simone ständig auf mich warten musste. Als wir den Einstieg in den Föllbachtaltrail erreicht hatten, hab ich deshalb beschlossen Simone alleine weiter zu schicken. Für mich selbst sah mein neuer Plan vor, dass ich langsam weiter laufe, aber nicht die geplante lange Runde über Oberboihingen sondern dann eben über Wolfschlugen und Oberensingen wieder nach Hause. Dort wollte ich dann entscheiden ob ich evtl. noch eine Schleife dranhänge. Ich wollte einfach so langsam laufen, dass ich mich gut fühle und bei Bedarf eben zwischendurch auch gehen.

Jedes Mal wieder ein herrlicher Blick über Nürtingen auf die Alb. Hinten in der Mitte der Hohenneuffen.

Jedes Mal wieder ein herrlicher Blick überNürtingen auf die Alb. Hinten in der Mitte der Hohenneuffen.

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Was Buntes für’s Auge auf dem Citytrail

Bis zu Hause lief es aber dann wirklich überraschend gut in diesem langsamen Tempo. Ich hab dort dann kurz einen kleinen  Riegel gefuttert und ein schönes kühles Saftschorle getrunken, während ich kurz das Pfeifen gegoogelt habe. Ok, Google sagt auch Asthma… wir werden sehen. Dann hab ich meinen Rucksack wieder aufgehuckelt, denn ich hatte erst 18 km auf dem Tacho. Eine Neckarrunde wollte ich noch anhängen, evtl. auch nochmal über die Höhe. Allerdings hab ich dann recht schnell gemerkt, dass das wohl eher keine so gute Idee ist. Inzwischen stach die Sonne ziemlich kräftig und ich fühlte mich trotz sehr langsamen Laufens irgendwie kurzatmig. Selbst nachdem ich eine Weile ins Gehen übergewechselt war, wurde die Kurzatmigkeit auch im Schatten nicht besser und mein Kreislauf fand die ganze Geschichte nun auch nicht mehr so toll. Nun gut, aber irgendwie musste ich ja wieder nach Hause kommen. So waren die letzten km ein Wechsel aus Laufen und Gehen und ich war wirklich froh, als ich dann endlich da war.

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Gleich zu Hause… was hab ich mich heute über diesen Anblick gefreut!

Na ja, immerhin sind auf diese Weise dann doch noch fast 28 km zustande gekommen. Gar nicht so übel für so einen Tag.

Was sich da in meiner Lunge heute abgespielt hat, muss ich klären und auch, was das nun für meine Lauferei bedeutet. Wenn es sich denn um Asthma handelt, weiß ich zumindest, dass man damit trotzdem laufen kann. Nur vielleicht etwas anders. Aber immerhin – das ist doch schonmal was.

 

 

Ein Gedanke zu “Was pfeift denn da?

  1. Klingt irgendwie nach allergischem oder Belastungs-Asthma. Besser ist wirklich du lässt das abklären. Ich glaube nicht, dass es das Ende deiner Laufkarriere ist, das bekommst du in Griff!

    Chapeau, dass da noch fast 30 zusammen kamen.

    Drück dir alle Daumen für die Gesundheit 🙂

    Gefällt 1 Person

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