Rekomwoche… ein bisschen Faulenzen ist auch mal schön!

In der Woche nach dem ZST XL war Rekom angesagt. Zwar haben wir nicht gefinisht, aber gut 40 km und den ein oder anderen Höhenmeter sind wir ja dann doch auch gelaufen. Nachdem meine Kopfschmerzen mich den Sonntag über noch weiter geärgert haben, waren sie dann ab Montag wieder verschwunden und nur ein Mini-Muskelkater in den Oberschenkeln hat mich beim Treppabwärtssteigen noch daran erinnert, dass ich mich doch ein wenig bewegt habe am Wochenende.

Da wir diese Woche Urlaub haben, wollten wir gerne meiner jüngsten Tochter einen Besuch in ihrer neuen Wahlheimat Lüneburg abstatten. Schließlich möchte man ja schon eine konkrete Vorstellung davon haben, wo sich die Lieben so rumtreiben…

Bereits auf die Zugfahrt dorthin haben wir uns sehr gefreut, schließlich war das die erste längere Fahrt seitdem wir nicht mehr pendeln. Und eigentlich reisen wir sehr gerne mit dem Zug, das hat so was Entspanntes. Man kann einfach dasitzen und seinen Gedanken nachhängen, lesen, Musik hören, sich die vorbeiziehenden Städte und Landschaften ansehen… herrlich! (Zwar fahre ich auch tagtäglich mit dem Zug zur Arbeit und liebe das nicht wirklich, aber das ist irgendwie auch ganz was anderes, als wenn man auf Reisen ist, oder?)

Auf jeden Fall war es eine sehr gute Idee nach Lüneburg zu fahren. Ein wirklich sehr sehr sehenswertes Städtchen ist das. Für unsere Augen sehr ungewohnt, die Häuser ganz ganz anders als hier bei uns in Süddeutschland. Dort sind die meisten Gebäude aus unverputztem Backstein, was mir sehr gut gefällt und was man bei uns ja eher selten sieht. In der Altstadt gibt es viele sehr alte Häuser mit wunderschönen Giebeln, außerdem eine Menge schmale Gässchen mit kleinen, sehr zauberhaften Häuschen, die teilweise ganz ulkig krumm und schief sind, allesamt mit wunderschönen Eingangstüren. In jedes dieser Häuschen würde ich ohne mit der Wimper zu zucken sofort und gerne einziehen. Einziges Manko: Es ist schon recht eben dort alles… 🙂

2 Tage haben wir in Lüneburg verbracht, weitgehend bummelnd und guckend. Einzige sportliche Betätigung: Ein Morgenlauf am Mittwoch früh. Der Plan war ein kurzes, ganz lockeres Läufchen einfach ein bisschen durch die Stadt und 2 kleine Parks sowie ein wenig am Flüsschen entlang. Eher Sightseeing als Sport, einfach um die Beine ein bisschen auszuschütteln und auch um zu sehen, was diese dazu sagen, wenn sie schon wieder laufen sollen. Da wir unsere Unterkunft ohne Frühstück gebucht hatten, ging’s gleich nach dem Aufstehen los. Das war auch gut so, denn wir hatten schönes, sonniges Wetter und irgendwie haben wir es dieses Jahr noch nicht so recht geschafft, uns an das Laufen bei Hitze zu gewöhnen. Obwohl es erst 8 Uhr war, brannte die Sonne schon ordentlich herunter in die Lüneburger Gässchen, deshalb ging`s schnell durch den ersten Park und hin zum Wasser, wo es -weitgehend im Schatten- auch gleich viel angenehmer war. Irgendwie haben wir dann auf dem Rückweg unterwegs zu Park Nr.2 ein kleines Wäldlein entdeckt… und einen Trail… tja, da mussten wir natürlich lang und so wurde unser Morgenläufchen dann doch ein wenig länger als geplant, wir haben ein wenig von der Lüneburger Peripherie gesehen, ein kurzer Abschnitt hat uns fast ein wenig an unsere geliebten Isartrails erinnert, außerdem gab’s ein hübsches Brücklein, Pferde, ein paar Treppchen und einen kleinen Downhill (hihihi). Sogar das Dorado der Lüneburger Biker haben wir entdeckt.

Und das Beste dabei: Unsere Beine fanden’s richtig gut, keine Zwick- oder Zwackstellen, alles prima. Und dass das anschließende Frühstück dann extremst lecker war, muss ich ja eigentlich gar nicht erst erwähnen 😉

Ach so, ein klein wenig sportliche Betätigung gab’s am Donnerstag doch auch noch: Da haben wir dann nämlich noch den Lüneburger Wasserturm (295 Stufen) bestiegen, von dem aus man eine wunderbare Aussicht hat über die ganze Stadt und mangels irgendwelcher Erhebungen auch weit darüber hinaus.  Außerdem herrschte dort oben ein sehr angenehmes Lüftchen an diesem für diesen Sommer ungewohnt heißen Tag. Auch das Innere des Turmes ist sehr sehenswert: Auf 2 Etagen befinden sich wechselnde Ausstellungen, momentan Fotografien von Lübecker Haustüren (wunderschön, finde ich) und sehr interessant gemachte Fotos aus China, hauptsächlich Porträts. Dann durchsteigt man den ehemaligen Wasserbehälter, anschließend gibt es sehr informative Schaubilder zum Thema Wasserverbrauch, bis man dann schließlich oben auf der Aussichtsplattform ankommt.

Die Zugfahrt zurück nach Hause am Donnerstag Nachmittag hat sich dann ganz schön hingezogen, da die Bahn vom Sommer völlig überrascht worden war und unser Zug während der Fahrt nach und nach 70 Minuten Verspätung ansammelte. Dadurch haben wir natürlich dann unseren Anschluss verpasst und bis wir endlich ob der Hitze völlig k.o. und mit geschwollenen Beinen zu Hause ankamen war es schon spät in der Nacht.

Heute früh haben wir uns dann auch wieder zu einem Morgenlaufstündchen am Neckar aufgemacht, allein schon aus praktischen Gründen: Wir mussten dringend zum Bäcker, denn es war nix mehr zum Frühstück im Haus.

Hollaaaaa, war das schon wieder heiß um 8 Uhr! Schon 5 Minuten nach dem Loslaufen war alles nass und ich hab sogar an den Händen geschwitzt, das kenne ich sonst überhaupt nicht. Insgesamt ging’s etwas schwerfällig los heute, meine Knöchel waren über Nacht überhaupt nicht abgeschwollen. Nach dem Einlaufen ging’s dann aber doch ganz gut, allerdings haben sich meine Knie ganz dezent gemeldet. Erst das rechte, später dann das linke. Das war ganz deutlich der Wink mit dem Zaunpfahl, dass endlich mal wieder gründliches Dehnen angesagt ist. Vor allem war ich in den letzten Tagen und Wochen mal wieder schludrig mit dem Couch Stretch! Zu dieser Übung habe ich eine Art Hassliebe entwickelt. Sie ist für mich irgendwie immernoch jedesmal eine Tortur, aber andererseits ist sie extrem effektiv. Seitdem ich den Couch Stretch regelmäßig mache (der Plan ist eigentlich: täglich), sind meine in früheren Jahren ständig präsenten Knie- und Hüft-/Leistenbeschwerden so gut wie weg und ich merke es ziemlich schnell, wenn die Regelmäßigkeit mal wieder zu wünschen übrig lässt.

Außerdem wären auch ein paar Runden Blackroll wohl mal wieder angebracht, davor drück ich mich schon viel zu lange.

Ich weiß also, wass ich in nächster Zeit zu tun habe. 😉

 

4 Gedanken zu “Rekomwoche… ein bisschen Faulenzen ist auch mal schön!

  1. Hihi, platt so weit das Auge reicht, unterbrochen von kleinen Bodenwellen 😀

    Schön ist es da oben allemal, freut mich, wenn Deine Tochter gut aufgehoben ist und Ihr zwei die Strapazen überwunden habt!!!

    Gefällt 1 Person

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